
Erneute Zäsur bei Deutschlands größtem Spiele-Entwickler: In den drei Ubisoft-Studios in Düsseldorf, Berlin und Mainz sollen mehr als 100 Jobs entfallen.
Update vom 15. Oktober 2026 (10:20 Uhr): Auf GamesWirtschaft-Anfrage bestätigt Ubisoft die laufenden Verhandlungen mit den Betriebsräten über ein „Freiwilligenprogramm“. Das Unternehmen spricht von der „wichtigste Maßnahme zur Unterstützung der geplanten organisatorischen Veränderungen“.
Über den Fortgang des Verfahrens will Ubisoft „zu gegebener Zeit“ informieren. Eine endgültige Vereinbarung sei bislang nicht erzielt worden – zu den laufenden Gesprächen und zum konkreten Umfang des Stellen-Abbaus will sich der Spielehersteller nicht öffentlich äußern.
Meldung vom 15. Oktober 2026 (9 Uhr): Nach Informationen des US-Branchendienstes Game File plant Ubisoft eine signifikante Reduzierung der Belegschaft in Deutschland.
Demnach sollen rund 100 der zuletzt 580 Stellen entfallen – ein Schwerpunkt liegt beim größten Standort Düsseldorf, wo derzeit über 300 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die dortigen Teams sind Teil des internationalen Studio-Netzwerks, das Rainbow Six Siege und Rayman Legends Retold entwickelt.
Bei Ubisoft Mainz arbeiten 165 Angestellte an Anno 117: Pax Romana – der Bund trägt mit Fördermitteln von mehr als 6 Mio. € zur Entwicklung bei. Das Hauptstadt-Studio Ubisoft Berlin kommt auf etwa 100 Personen und gehört zu den Ankermietern des House of Games Berlin. Der entsprechende Mietvertrag wurde im Rahmen der Gamescom 2026 unterschrieben.
Bereits Anfang 2025 wurden bei den deutschen Studios 65 Stellen gestrichen.

Medienbericht: Ubisoft Blue Byte baut 100 Stellen ab
Ubisoft hat gegenüber Game File bestätigt, dass Gespräche mit dem Betriebsrat über freiwillige Abfindungsprogramme laufen.
Der Deal sieht dem Vernehmen nach vor, dass für jedes Jahr der Beschäftigungsdauer eine Abfindung in Höhe von 1,5 Monatsgehältern gezahlt wird. Die konkreten Konditionen sind allerdings noch in Verhandlung. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht.
Sollten genügend Mitarbeiter das Angebot annehmen, könnten Entlassungen vermieden werden. Wie viele Jobs zur Disposition stehen, will Ubisoft nicht kommentieren.

Die Betriebsräte an den drei deutschen Standorten waren erst im vergangenen Jahr installiert worden – und dürften die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer-Seite spürbar verbessern (mehr dazu in dieser Kolumne).
Game File zitiert aus einem Betriebsversammlung und einer internen E-Mail von Ubisoft-Blue-Byte-Manager Benedikt Grindel, der sich durch die Anpassungen einen „klareren Fokus auf die Rolle, die Fähigkeiten und die organisatorische Aufstellung“ verspricht.
GamesWirtschaft hat Ubisoft um eine Stellungnahme gebeten.












