Start Wirtschaft PS5-Verkaufszahlen: Sony meldet 25 Millionen Konsolen (Update)

PS5-Verkaufszahlen: Sony meldet 25 Millionen Konsolen (Update)

PS5-Verkaufszahlen: Sony hat seit November 2020 mehr als 25 Millionen PlayStation 5-Konsolen verkauft (Stand: 1.11.2022)
PS5-Verkaufszahlen: Sony hat seit November 2020 mehr als 25 Millionen PlayStation 5-Konsolen verkauft (Stand: 1.11.2022)

Der japanische Sony-Konzern verkauft weitere 3,3 Millionen PlayStation 5-Konsolen. Die Zahl der PS-Plus-Abonnenten bricht förmlich ein.

Update vom 2. November 2022: Das Sony-Management hält an den PlayStation 5-Planzahlen fest: Im Gesamtjahr 2022/23 (April 22 bis März 23) sollen 18 Millionen PS5-Konsolen ausgeliefert werden, wie aus der Analysten-Konferenz hervorgeht. Die pandemie-bedingten Auswirkungen auf Logistik und Produktionsketten hätten sich deutlich reduziert – auch Chips und Komponenten seien viel besser am Markt verfügbar.

Allein im abgelaufenen Quartal seien 6,5 Millionen Geräte vom Band gelaufen, die nun im Weihnachtsgeschäft eingesetzt würden. Zur Einordnung: Das ist fast das Doppelte der Menge an Konsolen, die zwischen Juli und September verkauft wurde.


Meldung vom 1. November 2022: Am frühen Morgen deutscher Zeit hat Sony die Geschäfts- und Verkaufszahlen für das abgelaufene Quartal  veröffentlicht. Demnach wurden zwischen Juli und September weitere 3,3 Millionen PS5-Konsolen abgesetzt – exakt so viele wie im Vorjahreszeitraum. In Summe gingen seit Markteinführung im November 2020 mehr als 25 Millionen PlayStation 5 über den Ladentisch.

Das Unternehmen hätte problemlos noch viel mehr Ware verkaufen können, denn die PlayStation 5 ist auch zwei Jahre nach Launch weiterhin nur im Abstand mehrerer Wochen bei großen Einzelhändlern wie Amazon, MediaMarkt / Saturn, GameStop oder Otto lieferbar (tägliche Marktlage im PS5-Ticker).

Für die Sommermonate meldet die PlayStation-Sparte 62,5 Millionen verkaufte Vollversionen – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 47,2 Millionen im Frühjahr. Der Zuwachs dürfte im Wesentlichen auf die Veröffentlichung der EA-Sports-Fußballsimulation FIFA 23 am 30. September zurückgehen. Weil seit Gran Turismo 7 im März keine weiteren Blockbuster der konzerneigenen PlayStation Studios veröffentlicht wurden, stagniert die Zahl der sogenannten First-Party-Titel bei nahezu unveränderten 6,7 Mio. Spielen.

Deutlich größere Sorgenfalten bereitet der Blick auf die Entwicklung der Abonnentenzahlen des kostenpflichtigen Online-Dienstes PlayStation Plus: Die Nachfrage bricht regelrecht ein – statt zuletzt 47,3 Mio. gibt es mittlerweile nur noch 45,4 Mio. zahlende Mitglieder. Zwar sind die Abwanderungen laut Sony insbesondere auf PlayStation 4-Besitzer zurückzuführen, doch die Daten sind ein Beleg dafür, dass der umfassende Relaunch im Juni inklusive Integration des Streaming-Dienstes PlayStation Now nicht wie erhofft zu einem Turnaround der seit Jahren rückläufigen Zahlen geführt hat – ganz im Gegenteil.

Auf weiterhin unverändertem Niveau bewegt sich die Zahl der monatlich aktiven User (MAU) im PlayStation Network, die mit derzeit 102 Millionen weiter kontinuierlich abschmilzt (Vorjahr: 104 Mio.). Sony Interactive hat an dieser Stelle akuten Handlungsbedarf und deshalb im Oktober das kostenlose ‚Treueprogramm‘ PlayStation Stars gestartet, das die PS4- und PS5-Besitzer zum Einschalten der Konsole motivieren soll. Eine seriöse Beurteilung ist allerdings frühestens im kommenden Quartal möglich.

Die PlayStation-Sparte hat im ersten Halbjahr des Sony-Finanzjahres (April bis September) 1,32 Billionen Yen umgesetzt – ein leichtes Plus gegenüber den 1,26 Billionen Yen des Vorjahres. Sony profitiert von vorteilhaften Währungseffekten, verweist aber gleichzeitig auf rückläufige Spiele-Verkaufszahlen und Einbußen bei Ingame-Käufen.

Dass der Gewinn signifikant zurückgeht, begründet der Konzern mit gestiegenen Ausgaben für die Spiele-Entwicklung und die Investitionen im Zusammenhang mit der 3,6-Milliarden-Dollar-Übernahme des US-Studios Bungie (Destiny 2). Die Verluste im Hardware-Segment hätten durch Kostensenkungen reduziert werden können.

Sony hatte die unverbindliche Preisempfehlung für beide PlayStation 5-Modelle Ende August um rund 10 Prozent angehoben: Die Konsole mit Laufwerk kostet in Europa nun 550 € (vorher: 499 €), die Digital Edition liegt bei 450 € (vorher: 399 €).

3 Kommentare

  1. Die Daten werden ein wenig dramatisch dargestellt. Realistisch beurteilt sind die Zahlen der Abonnenten deswegen zurückgegangen, weil sicherlich immer mehr Nutzer ihre PS4 ruhen lassen. Da macht es Sinn, das Abonnement und das Network ebenfalls ruhen zu lassen, bis sich die Gelegenheit einer PS5 ergibt und neu durchgestartet wird. Passt auch zur Meldung, dass die Verkäufe momentan auch zurückgegangen sind. Sobald die PS5 großflächig verfügbar ist, wird sich das bessern.

    • 2 Millionen Abonnenten weniger für einen Dienst, der im Juni einen Relaunch hingelegt hat, sind nicht ‚dramatisch‘?

      • Hi. 🙂 Ich denke, dass es tatsächlich so ist, dass es statistische Schwankungen sind, durch eben genau den Neustart des Dienstes. Man sollte einen längerfristigen Zeitraum überblicken für eine genaueere Analyse.

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