Gleich mehrere der größten Games-Unternehmen des Landes sind in Hessen zu Hause. Die Top 10 des Jahres 2026 wird weiterhin angeführt von Nintendo.
12.235 Menschen sind laut jüngster Zählung des Branchenverbands bei den Publishern und Studios in Deutschland beschäftigt – und knapp 2.000 arbeiten allein bei den zehn größten Games-Unternehmen in Hessen, davon wiederum die Hälfte bei Nintendo of Europe.
Rechnet man die kleinen und mittelgroßen Betriebe hinzu, so lässt sich konstatieren: Mindestens jeder fünfte Games-Arbeitsplatz liegt in der Metropolregion Frankfurt – mehr als etwa in Bayern, Hamburg, Berlin oder Nordrhein-Westfalen.
Auch beim Umsatz ist das Bundesland Spitzenreiter mit weitem Abstand – wozu vor allem die Niederlassungen von Nintendo und Sony PlayStation beitragen. Beide Standorte sind für Vertrieb und Vermarktung von Konsolen, Zubehör und Games im In- und Umland zuständig.
Sony und Nintendo bauen keine eigenen Spiele in Deutschland – andere hingegen schon: Unter anderem die Bundes-Games-Förderung hat dazu beigetragen, dass traditionsreiche Studio-Mittelständler große Projekte anschieben konnten. Prominente Beispiele sind Weltenbauer (Bau-Simulator), Keen Games (Enshrouded), Deck13 (Atlas Fallen) und Limbic Entertainment (Corsair Cove).
Woran es weiterhin mangelt, ist eine substanzielle Unterstützung der lokalen Games-Branche. Mit einem Fördertopf von 0,4 Mio. € bleibt Hessen weit hinter den Ansprüchen des Koalitionsvertrags von 2024 und den Forderungen der hessischen Spiele-Entwickler zurück – und damit auch hinter den Angeboten von Anrainern wie Nordrhein-Westfalen oder Bayern. Denn wer Mittel vom Bund haben möchte, muss mindestens 300.000 € mitbringen – was gerade Gründer und kleine Teams überfordert.
Die hessische Games-Wirtschaft präsentiert sich auch in diesem Jahr auf der Gamescom 2026 mit einem eigenen Gemeinschaftsstand – inklusive des Hochschul-Standorts Darmstadt. Am Empfang wird Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) teilnehmen.
Die größten Games-Unternehmen in Hessen 2025 (nach Mitarbeitern)
Mit wenigen Ausnahmen stammen alle Angaben direkt von den Unternehmen (Abfrage-Zeitraum: Juli / August); im Einzelfall wurden Angaben aus dem zuletzt verfügbaren Geschäftsbericht eingesetzt. In der Top 10 vertreten wäre mit hinreichender Wahrscheinlichkeit auch Gunzilla Games (Off the Grid) – allerdings hat das Studio trotz mannigfaltiger Anläufe auf allen Kanälen nicht auf Anfragen reagiert.
Stand: 21. August 2026
- Nintendo of Europe (Frankfurt) – 950
- Crytek (Frankfurt) – 355
- Sony Interactive (Neu-Isenburg) – 110
- Weltenbauer (Wiesbaden) – 110
- Cloud Imperium Games (Frankfurt) – 100
- Deck13 Interactive (Frankfurt) – 90
- Keen Games (Frankfurt) – 90
- Limbic Entertainment (Langen) – 90
- Lotum (Bad Nauheim) – 55
- Bandai Namco Entertainment (Frankfurt) – 23
Weitere bekannte Spiele-Studios und Publisher in Hessen (in alphabetischer Reihenfolge):
- Assemble Entertainment (Endzone 2) – Wiesbaden
- Bitfall Studios (Terrascape) – Petersberg bei Fulda
- Bitcomposer Interactive – Eschborn
- Claymore Game Studios (Commandos: Origins) – Darmstadt
- KAIKO – Frankfurt
- Konami Digital (Yu-Gi-Oh!) – Eschborn
- Playzo – Darmstadt
- Rokaplay (Sugar Dew Island) – Darmstadt
- Zenimax Germay + id Software (Doom) – Frankfurt
Das aktuelle Ranking der größten Videospiele-Unternehmen in Deutschland 2026 finden Sie hier – und noch einmal separat aufbereitet für die Games-Standorte Hamburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern.
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