Start Wirtschaft Landwirtschafts-Simulator: Giants Software eröffnet US-Büro in Chicago

Landwirtschafts-Simulator: Giants Software eröffnet US-Büro in Chicago

Giants Software eröffnet ein US-Büro in den USA (Foto: Reinhard Dietrich CC0)
Giants Software eröffnet ein US-Büro in den USA (Foto: Reinhard Dietrich CC0)

In Chicago eröffnet der Schweizer „Landwirtschafts-Simulator“-Hersteller Giants Software die mittlerweile vierte Niederlassung.

Wenn ab 3. März 2020 die „Houston Livestock Show and Rodeo 2020“ steigt, werden knapp 2,5 Millionen Besucher in Texas erwartet. Einer der Sponsoren: die Macher des „Farming Simulator“, wie der „Landwirtschafts-Simulator“ außerhalb des deutschsprachigen Raums heißt. Seit 2008 hat sich die Reihe mehr als 25 Millionen Mal auf allen gängigen Plattformen – PC, Konsole, Mobile – verkauft.

Es ist einer von vielen Vorboten der US-Expansion von Giants Software: Das Studio mit Sitz nahe Zürich unterhält bislang zwei Filialen außerhalb der Schweiz – einmal im fränkischen Erlangen, zum anderen im tschechischen Brünn. In Kürze, genauer: im ersten Halbjahr 2020, kommt Chicago im US-Bundesstaat Illinois hinzu. Von dort aus sollen zunächst drei Mitarbeiter – ein Community Manager, ein Event-Manager und ein Support-Ansprechpartner – den süd- und nordamerikanischen Raum betreuen.

Martin Rabl ist PR und Marketing Manager bei Giants Software (Foto: Giants)
Martin Rabl ist PR und Marketing Manager bei Giants Software (Foto: Giants)

Warum gerade jetzt der Schritt über den großen Teich? Marketing- und PR-Manager Martin Rabl kennt die Gründe: „Primär geht es uns zunächst einmal darum, die räumliche und zeitliche Distanz zu den Spielern auf dem amerikanischen Kontinent zu verringern. Für Community und Customer Support spielen die Zeitzonen eine große Rolle, wenn man mit den Leuten zeitnah interagieren will.“

Das Büro werde zudem insbesondere bei Events hilfreich sein: Innerhalb Europas würden schon viele Veranstaltungen und Messen abgedeckt, etwa die Agritechnica (Hannover) oder die Gamescom (Köln). Bei Terminen in den USA entstünden hingegen regelmäßig erhebliche Reisezeiten und -kosten: „Und dann natürlich noch die Sache mit dem Zoll beim Verschicken von Material, das wir auf Messen verwenden wollen: Das Büro in Chicago kann als Homebase dienen, von wo aus wir dann auf die Videospiel- und Agrarmessen gehen.“

Drei weitere Landwirtschafts-Simulator-DLCs bis Ende 2020 - und für 2021 kündigt Giants Software die Fortsetzung der Serie an (Abbildung: Astragon Entertainment)
Drei weitere Landwirtschafts-Simulator-DLCs bis Ende 2020 – und für 2021 kündigt Giants Software die Fortsetzung der Serie an (Abbildung: Astragon Entertainment)

Gerade der US-amerikanische Markt hat für Giants Software wachsende Bedeutung – spätestens seit dem Zeitpunkt, seitdem der „Landwirtschafts-Simulator“ auf Konsolen verfügbar ist. Absatz und Umsatz seien mittlerweile auf Augenhöhe mit dem europäischen Markt, verrät Rabl. Bei der Community-Betreuung gäbe es allerdings Nachholbedarf: „Die Community ist da, aber wir waren bisher nicht permanent vor Ort. Wir haben schon von Europa aus gute Kontakte geknüpft, aber persönliche Treffen fallen uns von hier aus schwer.“

Zudem gäbe es regionale Unterschiede, etwa mit Blick auf populäre Hersteller-Marken – „was auch daran liegt, dass man in den USA viel öfter auf riesige Felder stößt, während in Europa meist noch kleineres Equipment und Traktoren eingesetzt werden“, weiß Rabl. Aus gutem Grund gibt es auch im aktuellen „Landwirtschafts-Simulator 20“ eine nordamerikanische Karte. Zu den Spezialitäten des „Landwirtschafts-Simulator“ gehören möglichst originalgetreu und penibel nachgebaute Modelle führender Landmaschinenhersteller wie New Holland, Claas, Fendt oder John Deere.

Bis auf Weiteres wird es im Übrigen keinen neuen „Landwirtschafts-Simulator“ geben: Laut Publisher Focus Interactive ist frühestens im April 2021 mit einer Fortsetzung zu rechnen – der dann mutmaßlich „Landwirtschafts-Simulator 21“ heißen wird. Stattdessen werden im weiteren Jahresverlauf drei Inhalts-Pakete („DLC“) auf den Markt kommen.

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