Start Wirtschaft Electronic Arts: FUT & Co. sorgen für 70 % der Umsätze

Electronic Arts: FUT & Co. sorgen für 70 % der Umsätze

Electronic-Arts-Niederlassung im Kölner Rheinau-Hafen (Foto: Fröhlich)
Electronic-Arts-Niederlassung im Kölner Rheinau-Hafen (Foto: Fröhlich)

In-Game-Käufe in Sportspielen wie FIFA 22 bleiben der Umsatz- und Gewinn-Motor von Electronic Arts.

7,5 Milliarden Dollar – umgerechnet mehr als 7 Milliarden € – hat Electronic Arts im Geschäftsjahr 2021/22 eingenommen, ein Plus von über 20 Prozent. Hauptumsatztreiber bleiben Sportspiele wie FIFA 22, das als kommerziell erfolgreichstes Spiel in der 30jährigen Historie der Marke gilt. Alle relevanten Kennzahlen – Spielerzahlen, Nutzungszeit, Umsatz – sind deutlich gestiegen.

Im Vorfeld der Geschäftszahlen hat der US-Konzern außerdem wie erwartet verkündet, dass die FIFA-Serie ab 2023 unter EA Sports FC firmiert. Weil die Lizenzvereinbarung mit dem Weltfußballverband endet, ist FIFA 23 das letzte Fußballspiel der Traditions-Marke ‚FIFA‘.

Zwei Drittel aller Vollpreis-Spiele verkauft Electronic Arts mittlerweile rein digital, also als Download in den Online-Stores von Sony PlayStation und Microsoft Xbox.

Doch den Löwenanteil der Einnahmen erwirtschaftet Electronic Arts längst nicht mehr mit 50- bis 70 €-Spielen für PC und Konsole, sondern mit sogenannten ‚Live Services‘ – also In-Game-Käufe, Zusatz-Inhalte und Saison-Pässe für FIFA, Madden NFL, Apex Legends oder Battlefield 2042. 7 von 10 Euro entfallen mittlerweile auf dieses Geschäftsmodell, zu dem insbesondere die digitalen Sammelkarten-Packs für den Online-Modus FIFA Ultimate Team (FUT) zählen. Auch das Battle Royale-Spiel Apex Legends erfreut sich anhaltender Beliebtheit: Die laufenden Einnahmen sind um 40 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen.

Bis Jahresende setzt Electronic Arts weiterhin voll auf das Thema Sport- und Rennspiele: Für die kommenden Monate sind unter anderem F1 22 (Juli), FIFA 23, Madden NFL 23, ein neues Need for Speed und NHL 23 geplant. Erst im neuen Jahr ist mit PGA Tour sowie neuen Titeln aus dem Dead Space– und Star Wars-Universum zu rechnen. Geplant ist außerdem ein neues Herr der Ringe-Smartphone-Spiel.

Im Ausblick auf die kommende Saison geht Electronic Arts außerdem davon aus, dass das Unternehmen die Produkte auf absehbare Zeit nicht mehr in Russland und Belarus anbietet. Analog zu den meisten anderen Videospiele-Herstellern hatte sich EA infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine aus diesen Märkten zurückgezogen.