Das Frankfurter Spiele-Studio Crytek (Hunt: Showdown, CryEngine) muss erneut Stellen abbauen: 60 der 400 Jobs fallen weg.
Für die Grafikpracht im Rollenspiel-Bestseller Kingdom Come: Deliverance 2 bekommen die Entwickler der CryEngine derzeit viel Lob. Doch für echte Feierlaune gibt es bei der Crytek GmbH in Frankfurt am Main wenig Anlass.
Denn am Mittwoch-Morgen hat das Management die Belegschaft darüber informiert, dass 15 Prozent der 400 Jobs wegfallen – betroffen sind somit 60 Arbeitsplätze in der Entwicklung und in der Administration.
Co-Gründer und Geschäftsführer Avni Yerli räumt ein, dass die Entscheidung nicht leicht gefallen sei – verweist aber gleichzeitig auf den Gegenwind, der vielen Spiele-Studios derzeit ins Gesicht weht. Auch Crytek sei gegen die missgünstigen Markt-Dynamiken nicht immun.
Ungeachtet des anhaltenden Wachstums bei Hunt: Showdown habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Crytek mit Blick auf die finanzielle Substanz nicht so weitermachen könne. Trotz eingeleiteter Kostensenkungen hätten sich Entlassungen als alternativlos erwiesen, so Yerli. Der Fokus gilt nun Hunt: Showdown 1896 und der Vermarktung der CryEngine, die eigentlich in Crysis 4 zum Einsatz kommen sollte.
Warum ‚eigentlich‘? Die Arbeiten am nächsten Spiel der Shooter-Serie Crysis sind bereits seit dem 3. Quartal 2024 auf Eis, wie überraschend aus der Stellungnahme hervor geht. Crysis 4 wurde offiziell im Januar 2022 angekündigt – mittlerweile sind auf der Website alle diesbezüglichen Hinweise verschwunden.
Die frei gewordenen Kapazitäten seien zum Online-Action-Spiel Hunt: Showdown 1896 verlagert worden, das auch 2024 zu den umsatzstärksten Spielen auf der Plattform Steam zählte.

Crytek: Stellenabbau trifft 60 Beschäftigte – Crysis 4 auf Eis
Crytek zählt zu den traditionsreichsten und größten Spiele-Entwicklern in Deutschland. Das Studio wurde 1999 im fränkischen Coburg gegründet – bereits das Debüt-Spiel Far Cry (heute eine Ubisoft-Marke) brachte den internationalen Durchbruch (Hintergrund). In den Folgejahren hat der Spielehersteller mehrere, teils existenzielle Krisen durchlaufen – in deren Folge einzelne Geschäftsbereiche und Standorte aufgegeben wurden.
Erst kurz vor Weihnachten hat Crytek neue Räume in einem Bürogebäude im Zentrum Frankfurts bezogen, nachdem das Unternehmen den Firmensitz im Frühjahr 2018 in den Osten der Main-Metropole verlegt hatte.
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