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Asmodee Digital: Die Brettspiel-Macht im Appstore

Demnächst im Early-Access-Stadium: das
Demnächst im Early-Access-Stadium: das "Lord of the Rings: Living Card Game" von Asmodee Digital.

Abseits von „Clash Royale“ und „Gardenscapes“ ist in den Appstores eine stramm wachsende Nische entstanden, die weitgehend immun ist gegen das branchenübliche Free2play-Modell: Brettspiel-Umsetzungen. Asmodee Digital, einer der Weltmarktführer, wächst durch Zukäufe von Studios und Marken – auch auf Steam. 

Mit einer eigenen Brettspiel-Rubrik sorgt Apple innerhalb des Appstores dafür, dass die Auffindbarkeit von beliebten Gesellschaftsspielen deutlich einfacher geworden ist. In den Charts finden sich Klassiker wie „Das Spiel des Lebens“, „Memory“, „Skip-Bo“, „Carcassonne“, „Cluedo“ und natürlich das unverwüstliche „Catan“.

Zu den wichtigsten Anbietern in diesem Segment gehört der französische Anbieter Asmodée Editions, dessen Games-Sparte Asmodee Digital kurz vor der Nürnberger Spielwarenmesse eine Kooperation mit Playdek („Ascension“, „Summoner Wars“, „Agricola“) bekannt gegeben hat. Wenige Wochen zuvor kam die PC-Adaption des Kartenspiel-Bestsellers „Gloom“ hinzu.

Dadurch ist der Asmodee-Digital-Katalog an Smartphone- und PC-Spielen weiter angewachsen. Derzeit besteht das Sortiment aus rund 30 Spielen – damit gehören die Franzosen in den Disziplinen „Downloads“ und „Umsatz“ zu den weltweit relevantesten Anbietern von Brettspiel-Umsetzungen, sowohl in den Appstores als auch bei Steam. Jeweils die Hälfte des Umsatzes stammt aus den USA und aus Europa. Inzwischen kontrolliert Asmodee auch die englischsprachigen Vertriebsrechte des Brettspiels „Catan (früher: „Die Siedler von Catan“).

Asmodee-Neuheit "Catan VR": Via Oculus Rift wird das Spielfeld buchstäblich lebendig.
Asmodee-Neuheit „Catan VR“: Via Oculus Rift wird das Spielfeld buchstäblich lebendig.

Asmodee Digital: Appstore-Wachstum durch Zukäufe und neue Marken

Das Wachstum voran treibt Philippe Dao, der Marketing-Chef von Asmodee Digital. Nach verschiedenen Stationen bei Mobile- und Telekommunikations-Riesen wie Gameloft und Orange leitet Dao seit Oktober 2015 für ein 40köpfiges Team.

Einen Schwerpunkt bilden Kooperationen und die Lizenzierung großer Marken wie „Lord of the Rings“, „Talisman“, „Carcassonne“ und viele weitere. Mit Neuheiten wie „Catan VR“ für Oculus Rift und Samsung Gear VR experimentiert Asmodee Digital auch mit Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Konzepten.

Im Gegensatz zu nahezu allen anderen Games-Kategorien handelt es sich bei den Asmodee-Umsetzungen nicht um Free2play-Apps, sondern überwiegend um Festpreis-Spiele – was auch daran liegt, dass man es mit einer Zielgruppe zu tun hat, die gewohnt ist, für hochwertige Titel im Voraus zu bezahlen.

Im GamesWirtschaft-Gespräch betont Dao, dass es mit der bloßen Umsetzung der Spielmechanik nicht getan ist, zumal die Spielregeln häufig komplex und erklärungsbedürftig sind. Deshalb liege es ein besonderes Augenmerk auf dem Spieleinstieg. Auch die Cross-Plattform-Spielbarkeit plus die Community-Pflege durch stete Updates seien wichtige Faktoren.

Hohe Erwartungen liegen im ersten Quartal 2018 bei der Steam-Version des „The Lord of the Rings Living Card Game“, das demnächst in die Early-Access-Phase startet. Nicht ausschließen will Philippe Dao, dass neben Mobile und PC demnächst weitere Plattformen folgen.

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