Start Politik Hessen Serious Game: Start des Games-Förderprogramms

Hessen Serious Game: Start des Games-Förderprogramms

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) will insbesondere Entwickler von Serious Games fördern (Foto: HMWEVL)
Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) will insbesondere Entwickler von Serious Games fördern (Foto: HMWEVL)

Nur drei Jahre nach Ankündigung setzt das Bundesland Hessen das seit 2018 angekündigte Förderprogramm für Serious Games um.

Im Auftrag des Landes Hessen legt die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) das Förderprogramm ‚HESSEN serious GAME‘ auf. Die Zuschüsse sollen zur Entwicklung und Umsetzung „neuer und innovativer Ideen für Computer- und Videospiele“ dienen.

Schwerpunkt: Serious Games, also Spiele, die zum Beispiel der Bildung oder Gesundheitsförderung dienen. Auch Gamification-Projekte sind förderfähig: Gemeint sind Anwendungen, die durch den Einsatz klassischer Games-Mechaniken eine Motivationssteigerung oder Verhaltensänderung zum Ziel haben.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Gründer, Startups und Hochschulabsolventen mit Sitz oder Wohnort in Hessen. Der Zuschuss ist auf maximal 50.000 Euro begrenzt. Die Bewerbungsfrist endet bereits am 10. Mai – weitere Informationen und Formulare finden Sie hier.

Wie viel Euro das Land Hessen in Summe in das Programm investiert, ist Gegenstand einer GamesWirtschaft-Anfrage beim zuständigen Wirtschaftsministerium.

„In Computerspielen steckt viel innovative Arbeit, die auch anderen Branchen Impulse gibt“, erklärt Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen). „Deshalb wollen wir Hessen als führenden Entwicklungs-Standort etablieren. Mit Hessen Serious Game gehen wir dabei den nächsten Schritt. Das Programm haben wir im Dialog mit der Branche konzipiert, damit es optimal wirkt. Ich hoffe auf viele gute Anträge.“

Im April 2018 hat die hessische Landesregierung angekündigt, den heimischen Games-Entwickler mit 200.000 Euro pro Jahr finanziell unter die Arme greifen zu wollen. Das Bundesland ist eine von wenigen Regionen, die bislang ohne dedizierte Förderung von Games-Projekten auskommen. Zum Vergleich: Berlin/Brandenburg, Nordrhein-Westfalen oder Bayern fördern Games-Entwickler mit bis zu 3 Millionen Euro pro Jahr.

Dessen ungeachtet gilt Hessen als umsatzstärkster Games-Standort in Deutschland, hauptsächlich bedingt durch die Niederlassungen von Weltkonzernen wie Sony Interactive oder Nintendo. Weitere Informationen finden Sie im GamesWirtschaft Marktführer.