Start Politik Gründungs-Stipendium Games: Verband will Programm fortführen

Gründungs-Stipendium Games: Verband will Programm fortführen

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Ein Teil der Press Start-Teilnehmer beim Gamescom-Foto-Termin mit Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU), Game-Geschäftsführer Felix Falk, Game-Vorstand Lars Janssen und Nandita Wegehaupt (Stiftung Digitale Spielekultur)
Ein Teil der Press Start-Teilnehmer beim Gamescom-Foto-Termin mit Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU), Game-Geschäftsführer Felix Falk, Game-Vorstand Lars Janssen und Nandita Wegehaupt (Stiftung Digitale Spielekultur)

Auf ‚Press Start‘ soll ein ‚Continue‘ folgen: Nach dem vielversprechenden Auftakt plädiert der Verband für eine Fortführung des Gründungs-Stipendiums Games.

Mit Schreiben vom 17. Februar hat der Industrie-Verband Game eine neunseitige Stellungnahme an die Bundesregierung versandt – genauer: an das für Computerspiele zuständige Forschungsministerium. Überschrift: ‚Gründungs-Stipendium Games fortsetzen: Für den Games-Gründungsbooster in Deutschland‘ (PDF).

Der Verband plädiert für die Fortführung des ‚Press Start‘-Progamms, für das die Bundesregierung Ende 2024 aus dem Kultur-Topf rund 8 Mio. € zur Verfügung gestellt hat. Mit dem Geld wurden 132 Kandidaten als Solo-Entwickler oder Team bei der Umsetzung einer Spiele-Idee unterstützt – zum einen mit einer monatlichen Überweisung von 2.750 € über 18 Monate, zum anderen mit Know-How von erfahrenen Mentoren und Gamescom-Besuchen.

Zentrale Voraussetzung ist das klare Bekenntnis, ein Studio zu gründen – geschieht das nicht, würden anteilige Rückzahlungen fällig. Was erklärt, warum in 100 von 100 Fällen eine Gründung stattgefunden hat – bei bislang 0 Abbrüchen. In Summe gibt es damit seit kurzem 75 Games-Startups im Land, die sich nun der rauen See am freien Markt stellen müssen.

Gründungs-Stipendium Games: Verband will Programm fortführen

Schon bei der Vorstellung der Zwischenergebnisse brachte Game-Geschäftsführer Felix Falk eine Fortführung des Stipendiums ins Spiel; dieser Plan wird in der Stellungnahme nun ausbuchstabiert.

Press Start 2.0 könnte mit dem Ende des laufenden Programms im Juni starten – wenn auch in kleinerem Umfang mit weniger Teilnehmern. Der Vorschlag ist explizit darauf angelegt, eine Förderlücke zu schließen, die sich durch vergleichsweise hohe Hürden der klassischen Förderung ergibt. Der Schwerpunkt solle zudem weniger auf der eigentlichen Games-Entwicklung liegen, sondern vielmehr eine „tragfähige Gründerpersönlichkeit“ und herausbilden und ein realistisches, marktfähiges Studiokonzept erarbeiten. Dazu gehört auch eine gründlichere Prüfung der Bewerber, die ihre Eignung in einem mehrstufigen Verfahren nachweisen müssen.

Das monatliche Grundeinkommen von 2.750 € soll beibehalten werden – die veranschlagten Budgets oszillieren je nach Ausgestaltung zwischen 2 Mio. und 3,5 Mio. €. Darin inklusive sind auch die Kosten für die organisatorische Durchführung durch die Stiftung Digitale Spielekultur, die vom Game-Verband betrieben wird.

Woher das Geld für die Finanzierung kommen soll, erklärt das Papier nicht. Gleichwohl dürfte sich im 125 Mio. €-Games-Haushalt des Forschungsministeriums noch hinreichend Luft finden. Denn allein für die Computerspiele-Förderung hat der Bund 120 Mio. € eingeplant – laut amtlichem Fördermittel-Radar wurde bislang erst ein Bruchteil der Mittel beantragt und bewilligt. (pf)