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Mittelerde: Schatten des Krieges: Warner entfernt Mikrotransaktionen

Unter Feuer: Die Mikrotransaktionen in
Unter Feuer: Die Mikrotransaktionen in "Mittelerde: Schatten des Krieges" sorgten für Kritik bei Spielern und Fachpresse (Abbildung: Warner Bros.)

Nur sechs Monate nach Verkaufsstart hat Warner Bros. Games reagiert und die Abschaffung der vielfach kritisierten Mikrotransaktionen und Beutekisten („Lootboxen“) im Action-Abenteuer „Mittelerde: Schatten des Krieges“ angekündigt. 

In Komplizenschaft mit dem Electronic-Arts-Spiel „Star Wars Battlefront 2“ hat Warner Bros. im Herbst 2017 eine weltweite Debatte um die Zulässigkeit sogenannter Lootboxen ausgelöst. Die digitalen Sammeltüten mit zufallsgenerierten Figuren und Inhalten standen und stehen im Verdacht, unter Umständen dem regulierten Glücksspiel-Gewerbe anzugehören. Die Diskussion hat es auf die Agenda von Aufsichtsbehörden und Parlamenten geschafft, auch in Deutschland.

Während Electronic Arts noch vor Verkaufsstart der „Star Wars“-Neuheit die kostenpflichtigen Zusatz-Pakete abgeschafft und erst vor kurzem durch rein kosmetische Updates ersetzt hat, haben Publisher Warner Bros. und das Studio Monolith Productions ihr Vollpreisspiel „Mittelerde: Schatten des Krieges“ seit September 2017 – also ein halbes Jahr lang – unverändert verkauft. Mittlerweile ist das Spiel für PC, PlayStation 4 und Xbox One vielfach schon für unter 30 Euro erhältlich.

Jetzt will der Anbieter sowohl die Spielwährung (Gold) als auch Kriegskisten („War Chests“) und den dazugehörigen Handelsplatz aus dem Spiel entfernen – und zwar dauerhaft. Dadurch wird es ab Mai 2018 nicht mehr möglich sein, das Spiel-Gold mit echtem Geld zu erwerben. Wer bereits eingekauft hat, kann seine Bestände noch bis Mitte Juli investieren.

Das Entwicklerteam begründet die Maßnahme unter anderem mit dem Feedback der Spieler: Allein das Wissen um die Existenz kostenpflichtiger Zusatz-Inhalte habe das Eintauchen in die Welt von Mittelerde unnötig erschwert.

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