Start Marketing & PR Stadia: Google zahlt den Studios höhere Beteiligung

Stadia: Google zahlt den Studios höhere Beteiligung

Streaming-Dienst Google Stadia
Streaming-Dienst Google Stadia

Die Streaming-Plattform Google Stadia lockt Spiele-Entwickler mit einem höheren Anteil an den erzielten Umsätzen.

Das Versprechen von Google Stadia: Analog zu Streaming-Diensten wie Netflix und Spotify lassen sich neuzeitliche Spiele selbst auf durchschnittlichen PCs, Notebooks, Fernsehern oder Smartphones in bemerkenswerter Qualität spielen. Eine Internetverbindung von mindestens 10 Mbit/s genügt, um Stadia nutzen zu können – das klappt selbst in weiten Teilen Deutschlands.

Für 9,99 Euro pro Monat erhalten Stadia-Pro-Abonnenten uneingeschränkten Zugriff auf eine wachsende Games-Bibliothek, darunter Spiele wie Everspace, Little Nightmares 2 und Terarria. Zusätzlich sind Vollpreis-Spiele neueren Datums verfügbar, von Assassin’s Creed Valhalla über Red Dead Redemption 2 bis FIFA 21. Knackpunkt: Die Tarife liegen teils deutlich über den marktüblichen Preisen. So kostet Cyberpunk 2077 immerhin 59,99 Euro, während die PC- und Konsolen-Versionen im Handel schon für knapp die Hälfte zu haben sind. Umgekehrt entfällt die Notwendigkeit, eine 500-Euro-Konsole von Sony oder Microsoft zu erwerben oder den Gaming-PC mit der neuesten Grafikkarte aufzurüsten.

Genaue Spieler- und Abrufzahlen nennt Google nicht. Dennoch ist der Tech-Riese ungeachtet zwischenzeitlicher Rückschläge offenkundig wild entschlossen, den Dienst mittelfristig zum Erfolg zu führen. Im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google for Games Developer Summit 2021 hat Google am Abend weitere Promotion-Maßnahmen vorgestellt:

Zum einen startet im ersten Halbjahr 2022 ein eigenes Affiliate-Programm für Stadia, das Website-Betreiber, YouTuber und Influencer für die Vermittlung neuer Kunden entlohnt. Entschließt sich ein Spieler zum Wechsel vom kostenlosen Probemonat zum kostenpflichtigen Pro-Abo, erhält der Partner eine Provision von 10 Dollar.

Zweitens sollen noch mehr Spiele-Entwickler motiviert werden, separate Stadia-Versionen zu entwickeln. Ab dem 1. Oktober 2021 erhalten Studios 85 Prozent der Umsätze in Form von Spieleverkäufen, Mikrotransaktionen, Vorbestellungen und Zusatzinhalten. Sprich: Google behält nur 15 Prozent – branchenüblich sind 30 Prozent. Erst für Einnahmen ab einem Schwellenwert von 3 Millionen Euro greift der reguläre Provisionssatz. Von der Regelung profitieren also insbesondere kleinere und mittelgroße Spiele-Entwickler.

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