
Weniger Regulierung, mehr Förderung: Der Lobby-Verband Game nutzt die Gamescom 2026, um konkrete Erwartungen an die Politik zu formulieren.
Der Bundespräsident kommt, außerdem der Bundesfinanzminister, der Ministerpräsident des Landes NRW, die EU-Kommission-Vize, die Forschungs- und ‚Games-Ministerin‘ sowieso: Steinmeier, Klingbeil, Wüst, Virkkunen und Bär sind die politischen ‚Headliner‘ auf dem Koelnmesse-Gelände, wo am 26. August das weltgrößte Games-Event startet.
Zur Gamescom 2026 werden mehr als 350.000 Besucher erwartet; nach Veranstalter-Angaben ist die Ausstellungsfläche ausgebucht.
Co-Gastgeber der Gamescom ist der Branchen-Verband Game, der Bundes-, Landes-, EU- und Kommunal-Politiker bei Empfängen und Rundgängen mit aktuellen Kennzahlen, Trends und Anliegen der mehr als 500 Mitglieder versorgt.
Game-Verband stellt Forderungen an die Politik
Seit 2019 hat allein der Bund mehr als 266 Mio. € an Zuschüssen für die Entwicklung von Computer- und Videospielen zugesagt, wie eine aktuelle GamesWirtschaft-Analyse belegt. Doch die Games-Entwicklung in Deutschland und Europa sei im internationalen Vergleich „noch viel zu schwach“, heißt es im heute vorgestellten Positionspapier (PDF).
Es müsse vielmehr der Anspruch sein, als produzierender Games-Standort eine führende Rolle einzunehmen, fordert Game-Geschäftsführer Felix Falk: „Dafür braucht es mehr Ambition, verlässliche politische Rahmenbedingungen, eine verhältnismäßige Regulierung und die stärkere Nutzung der einzigartigen Potenziale von Games für unsere Gesellschaft.“
Die Kernforderungen zur Gamescom 2026 stehen unter dem Motto „Lust auf Zukunft: Potenziale von Games nutzen“ und verteilen sich auf drei Themenfelder:
- „Deutschland und Europa als Games -Standort stärken“ – etwa durch konkurrenzfähige Wettbewerbs- und Standort-Bedingungen, die unter anderem Gründung, Ansiedlung und Wachstum von Games-Unternehmen forcieren – etwa durch Fördermittel, verbesserte Infrastruktur, Standort-Kampagnen, Ausbildung sowie Fachkräfte-Einwanderung. Ein Hauptaugenmerk liegt auch in diesem Jahr auf der im Koalitionsvertrag angerissenen Einführung einer steuerlichen Förderung.
- „Vereinfachung statt Regelungsdschungel“ – übersetzt: die Vermeidung weiterer Regulierung, etwa mit Blick auf den Jugend- und Verbraucherschutz. Durch den Digital Fairness Act sieht die Branche ganze Gewerke und Geschäftsmodelle gefährdet.
- „Games als Kraft für Gesellschaft und Demokratie nutzen“ – durch den Einsatz von Computerspielen in der Bildung. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sollten Games und Games-Technologien noch deutlich intensiver nutzen.
Alle Informationen rund um die Gamescom 2026 (Tickets, Aussteller, Spiele, Öffnungszeiten, Hallenplan, Events etc.) finden Sie bei GamesWirtschaft – ebenso wie eine laufend aktualisierte Übersicht der Zusagen von Politikern und Politikerinnen.












