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Bündnis fordert: Kein House Berlin of Games ohne Computerspielemuseum

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Das Computerspielemuseum zieht jährlich mehr als 100.000 Besucher an - für den Umzug ins House of Games fehlen staatliche Zuschüsse.
Das Computerspielemuseum zieht jährlich mehr als 100.000 Besucher an - die unklare Finanzierung verhindert den Umzug ins House of Games Berlin.

Mehr als 40 Erstunterzeichner unterstützen die Forderung der Pixelgrünen: Das Computerspielemuseum muss Teil des House of Games Berlin werden.

In einem Offenen Brief an Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (CDU) und den Berliner Senat fordert der Verein Pixelgrüne eine öffentliche Finanzierung für das Computerspielemuseum Berlin als festem Bestandteil des geplanten „Leuchtturmprojekts“ House of Games.

Zu den 40 Erstunterzeichnern gehören Spiele-Studios (darunter das Computerspielpreis-prämierte Team von Paintbucket Games) sowie Game-Designer, Programmierer, Studenten, Wissenschaftler und Privatpersonen ebenso wie Mitglieder der Grünen, allen voran die Bundestagsabgeordnete Andrea Lübcke. Der Offene Brief kann ab sofort geteilt und unterzeichnet werden.

Anders als ursprünglich geplant wird das Museum vorerst nicht in das Gebäude einziehen, das bis Ende 2026 sowohl Studios wie Ubisoft Berlin als auch des Institutionen des Branchenverbands Game unter einem Dach vereinen soll – darunter die Stiftung Digitale Spielekultur und die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle.

Das House of Games wird vom Berliner Senat mit 4,6 Mio. € bezuschusst. Für den Umzug des Computerspielemuseums, das im kommenden Jahr 30jähriges Jubiläum feiert und jährlich mehr als 100.000 Besucher anzieht, fehle der finanzielle Spielraum, wie Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) in einem Lagebericht einräumen musste.

Die Erstunterzeichner des Offenen Briefs argumentieren hingegen, dass Museen für Musik, Filme und Literatur staatlich gefördert würden – das Kulturgut Videospiele bleibe außen vor. Im House of Games sei das Computerspielemuseum besser erreichbar und könne durch mehr Platz eine größere Vielfalt an Exponaten präsentieren.

Bündnis fordert: Kein House Berlin of Games ohne Computerspielemuseum

Andrea Lübcke, Berichterstatterin für Games-Politik der Bündnisgrünen Bundestagsfraktion: „Games prägen Kultur, erzählen Geschichten, schaffen Gemeinschaft und eröffnen neue Wege, Wissen zu vermitteln. Deshalb brauchen wir Orte, an denen Games nicht nur gespielt, sondern verstanden, eingeordnet und kritisch diskutiert werden. Das Computerspielemuseum leistet diese Arbeit seit fast 30 Jahren. Ein öffentlich finanziertes Computerspielemuseum im House of Games wäre ein zentraler Baustein für Medienkompetenz, kulturelle Teilhabe und die ernsthafte Auseinandersetzung mit einem der prägendsten Medien unserer Zeit.“

Pixelgrüne-Sprecher Tim Junge, der im Herbst bei den Wahlen für das Berliner Abgeordnetenhaus im September antritt: „Was ist ein House of Games, in dem Gamer und Gamerinnen keinen Zutritt bekommen? Immer wieder erleben wir, dass Games politisch zwar gerne als Wirtschaftsfaktor gesehen werden, ihre kulturelle Bedeutung aber zu kurz kommt. Auch der aktuelle Berliner Senat hat das House of Games leider vor allem als Wirtschaftsprojekt aufgesetzt. Community, Kultur und öffentliche Teilhabe dürfen dabei nicht hinten runterfallen.“

Es stünden schon jetzt jede Woche lange Schlangen an Schülern und Schülerinnen vor dem Computerspielemuseum. Der gesellschaftliche Bedarf, Games tiefer verstehen zu wollen, sei nicht von der Hand zu weisen: „Die Ungleichbehandlung von Games gegenüber anderen Medien ist aus der Zeit gefallen und das Computerspielemuseum sollte endlich öffentlich finanziert und in das Netzwerk öffentlicher Museen aufgenommen werden“, so Junge.

 

 

 

 

 

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