Start Wirtschaft Saturn Xperion in Köln: „Deutschlands größter Gaming-Tempel“ startet Betrieb zur Gamescom (Update)

Saturn Xperion in Köln: „Deutschlands größter Gaming-Tempel“ startet Betrieb zur Gamescom (Update)

Im Saturn-Geburtshaus am Kölner Hansaring entsteht die Games-Erlebniswelt
Im Saturn-Geburtshaus am Kölner Hansaring entsteht die Games-Erlebniswelt "Experion" (Foto: MediaMarktSaturn)

Mitten in der Domstadt entsteht Xperion: Die Games-Erlebniswelt im Saturn am Hansaring soll sich zum Publikumsmagneten im Großraum Köln entwickeln.

Update vom 5. August 2020: Das Xperion wird in das Programm der virtuellen Gamescom 2020 eingebunden: Vom 28. August (Freitag) bis zum 30. August (Sonntag) überträgt Saturn Live-Shows im Rahmen von „Gamescom Now“.

Update vom 21. Juli 2020: Neben Red Bull stehen mittlerweile weitere Partner fest, die sich am Betrieb des „Xperion“ beteiligen. Im PlayStation-Bereich sind Konsolen-Anspielstationen und PlayStation-VR-Flächen vorgesehen, Microsoft trommelt für den Xbox Game Pass Ultimate, Activision Blizzard präsentiert Neuheiten wie „Tony Hawk’s Pro Skater 1+2“, die Facebook-Sparte Oculus lädt zum VR-Brillen-Test, MSI stellt Rechner, Monitore und Gaming-Sessel für die E-Sport-Arena, der Kölner E-Sport-Veranstalter ESL betreibt einen Fanshop und Electronic Arts bewirbt beim Kölner Heimspiel die aktuelle „FIFA“-Kollektion.

Bis Anfang August fahndet Saturn nach zwei „Vollzeit-Content-Creators“, die live aus dem Xperion streamen und mit Influencern und Gästen interagieren.

Update vom 4. Juni 2020: Auf GamesWirtschaft-Anfrage hat Saturn Details zum Geschäftsmodell des „Xperion“ mitgeteilt (Beitrag wurde entsprechend ergänzt).

Meldung vom 3. Juni 2020: Dass Saturn einst Saturn Hansa hieß, liegt am 1961 gegründeten Stammhaus am Kölner Hansaring. Fast 60 Jahre später baut der Elektronikhändler an historischer Stelle „ein neues Mekka für Gaming- und E-Sport-Begeisterte“ – und nimmt dafür einen einstelligen Millionen-Betrag in die Hand.

Name des Projekts: „Xperion – Die Saturn eArena“

Die Geburtsstätte von Saturn soll sich zu einer „einzigartigen Erlebniswelt für alle Gaming-, E-Sport- und Social Media-Fans im Großraum Köln mit bundesweiter Strahlkraft weiterentwickeln“, kündigt MediaMarktSaturn-Chef Florian Gietl an.

Geplant ist eine 3.000 Quadratmeter große Anlage auf zwei Ebenen – das entspricht immerhin fast einem Drittel der Gesamtfläche von 10.000 Quadratmetern. Vorgesehen sind „VR-Welten“, Online-Turniere, E-Sport-Flächen, Bühnenshows und Events. Auf Baustellen-Fotos sind bereits Tribünen zu besichtigen.

Die Saturn-Kunden sollen ihre Lieblings-YouTuber treffen und Hardware ausprobieren können sowie „mit der Gaming-Industrie ins Gespräch kommen“. Für die Umsetzung holt Saturn externe Partner an Bord: So soll unter anderem eine „Red Bull Bar“ ihren Betrieb aufnehmen.

Der Umbau ist bereits Anfang des Jahres angelaufen, die Eröffnung von „Xperion“ ist für den Sommer 2020 geplant. Aufgrund der anhaltenden Corona-Auflagen wird es zunächst Beschränkungen bei der maximalen Kundenzahl und mit Blick auf den Mindestabstand kommen. Die Eröffnung wird per Livestream übertragen.

Bleibt die Frage: Wie soll sich das Xperion mittelfristig refinanzieren? Kern des Geschäftsmodells sei das jeweilige Erlebnis, wie eine Unternehmens-Sprecherin auf Anfrage verrät. Diese Erlebnisse würden den „Raum für großartige Erlebnisse bieten“, die mit der Marke Saturn verbunden werden und dadurch eine junge und technikaffine Zielgruppe an die Marke binden. Darüber hinaus habe der Kunde auch die Möglichkeit, Produkte im Xperion zu erwerben, insbesondere mit Bezug zum Thema Gaming. Andere Sortiments-Bereiche werden durch das Angebot im benachbarten Saturn-Markt in der Kölner Maybachstraße sowie durch den Saturn-Onlineshop ergänzt. Sobald wieder große Events sicher durchgeführt werden können, könnten die Räumlichkeiten auch für Veranstaltungen – etwa Gaming-Turniere gebucht werden.

„Xperion“ ist als Saturn-Antwort auf die sich wandelnde Handels-Landschaft zu werten: Die angeschlagene MediaSaturn-Mutter Ceconomy reduziert bundesweit Ladenflächen und baut Stellen ab. Kurz vor Weihnachten 2019 – also lange vor Corona – verlor jeder dritte Saturn-Mitarbeiter am Hansaring seinen Job. Begründung: die nachlassende Nachfrage nach Musik-CDs sowie Film-DVDs und -Bluray-Discs. Die einst „größte Schallplattenshow der Welt“ ist längst Geschichte.

 

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