Start Wirtschaft Ubisoft schreibt Prince of Persia-Remake ab

Ubisoft schreibt Prince of Persia-Remake ab

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Ubisoft schreibt Prince of Persia: The Sands of Time Remake ab: Das Action-Abenteuer sollte ursprünglich im 1. Quartal 2026 erscheinen.
Ubisoft schreibt Prince of Persia: The Sands of Time Remake ab: Das Action-Abenteuer sollte ursprünglich im 1. Quartal 2026 erscheinen.

Die Einstellung mehrerer Spiele und die Unwucht infolge des Konzern-Umbaus hat gravierende Auswirkungen auf die Ubisoft-Finanzplanung.

Die ohnehin angeschlagene Aktie der Ubisoft Entertainment SA (minus 40 Prozent in zwölf Monaten) steht vor einem ungemütlichen Donnerstag: Am Mittwoch-Abend hat der französische Publisher die komplett neue Konzern-Struktur mit fünf eigenständigen Einheiten vorgestellt und bei dieser Gelegenheit eine ganze Reihe schmerzhafter Botschaften für Belegschaft, Kunden und Aktionäre untergebracht.

Die Einstellung und Verschiebung mehrerer Projekte führt zu einer kompletten Neu-Kalibrierung des Spiele-Portfolios auf Sicht der kommenden drei Jahre: Unter anderem wird das Remake von Prince of Persia: The Sands of Time vorzeitig gestoppt. Damit einher gehen Studio-Schließungen und Entlassungen: Zusätzlich zu den bereits absolvierten und noch aktiven Sparrunden sollen die Fix-Kosten in den kommenden 24 Monaten um weitere 200 Mio. € gesenkt werden. Ubisoft will damit pro Jahr eine halbe Milliarde Euro einsparen.

Die bisher geltenden Home-Office-Regelungen werden einkassiert: Von den Angestellten wird künftig Anwesenheit in den Büroräumen erwartet.

Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (endet im März) prognostiziert Ubisoft deutlich reduzierte Einnahmen (‚Net Bookings‘) von 1,5 Mrd. Noch im November hatte das Management die Planzahlen bekräftigt, die bei 2 Mrd. € und einer schwarzen Null lagen. Jetzt führen die Projekt-Stopps und nach unten korrigierte Ertrags-Erwartungen zu Abschreibungen im Volumen von 650 Mio. € und tiefroten Zahlen (Non-IFRS EBIT: minus 1 Mrd. €); der Cash-Bestand schrumpft von 1,25 auf 1,35 Mrd. € (zuvor 1,5 Mrd. €).

Mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft rechnet Ubisoft mit Einnahmen von rund 330 Mio. €, die auf gut laufende Bestandstitel und die „Overperformance“ einzelner Neuheiten zurückzuführen sind. Zu den Neuheiten im abgelaufenen Quartal zählte unter anderem Anno 117: Pax Romana von Ubisoft Mainz. Details will das Unternehmen im Rahmen der Quartalszahlen am 12. Februar kommunizieren. (pf)

Beitrag wird laufend aktualisiert.