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Schalke 04 hält an E-Sport fest

Schalke hat den E-Sport-Betrieb in die FC Schalke 04 Esports GmbH ausgelagert (Abbildung: Riot Games / Konami)
Schalke hat den E-Sport-Betrieb in die FC Schalke 04 Esports GmbH ausgelagert (Abbildung: Riot Games / Konami)

Nach dem Verlust der LEC-Lizenz soll auf Schalke weiterhin E-Sport betrieben werden – und zwar in der League of Legends Prime League und auf Basis von FIFA 22.

Man kann nicht behaupten, dass es für Schalke 04 in diesem Jahr rund läuft: Nach dem Zweitliga-Abstieg liegt der Klub nach den ersten vier Spieltagen auf Rang 13 – am morgigen Samstag geht es gegen Fortuna Düsseldorf.

Die durch Corona plus Abstieg verschlimmerte finanzielle Situation hat zudem dazu geführt, dass die ehrgeizigen E-Sport-Pläne eine Vollbremsung hingelegt haben: Im Sommer musste die Lizenz für die League of Legends-Profiliga LEC abgegeben werden. Der Deal spülte immerhin 26,5 Millionen Euro in die Kassen des klammen Vereins.

Seitdem fragen sich die Fans: Wie geht es mit dem E-Sport-Pionier weiter? Immerhin zählt Schalke 04 gemeinsam mit dem VfL Wolfsburg zu den ersten Fußball-Bundesligisten, die im E-Sport ein erquickliches Geschäfts- oder zumindest Marketing-Feld sahen. Inzwischen sind weitere gefolgt – selbst Rekordmeister FC Bayern München unterhält einen eFootball-Kader.

In einer Mitteilung auf der Website kündigt Schalke 04 Esports an, weiterhin in der nationalen Prime League Division Pro antreten und um Titel mitspielen zu wollen. Schalke hält also am League of Legends-Spielbetrieb grundsätzlich fest – allerdings geht es, um einen Bundesliga-Vergleich zu ziehen, ’nur‘ noch um die Meisterschaft und nicht mehr um die Champions League.

„Wir zeigen damit: Der Esports ist auf Schalke keineswegs auf dem Abstellgleis, sondern wird mit neuem Konzept den Restart nach dem erfolgreichen Verkauf des LEC-Slots wagen“, gibt sich Schalke-Sportvorstand Peter Knäbel zuversichtlich.

Außerdem wollen die Königsblauen mit einem Trio an Wettbewerben und Turnieren rund um die EA-Sports-Fußballsimulation FIFA 22 teilnehmen.

Wurde in den vergangenen Jahren schwerpunktmäßig in Berlin trainiert, soll der Schwerpunkt der Schalke-E-Sport-Aktivitäten künftig wieder im Ruhrgebiet liegen. Auf dem Vereinsgelände am Berger Feld soll es wiederkehrende Events und Fan-Begegnungen geben.

„Wir sind sehr stolz darauf, wie sich der Esports in den vergangenen Jahren entwickelt hat“, beteuert Finanz-Chefin Christina Rühl-Hamers. „Schalke 04 konnte durch das mutige, innovative Engagement eine neue Zielgruppe und starke Partner für sich gewinnen. „Dies habe zu einer wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung des E-Sport geführt: „Schalke bietet Unternehmen mit dem neuen Konzept weiterhin eine hochattraktive Kommunikationsplattform mit einer jungen, stetig wachsenden Zielgruppe.“