Start Politik Hamburg Kreativ übernimmt ehemaliges Karstadt Sports-Haus

Hamburg Kreativ übernimmt ehemaliges Karstadt Sports-Haus

Das ehemalige Karstadt Sports-Kaufhaus in Hamburg wird bis Ende 2022 ein Tempel für Kunst und Kultur (Foto: Jan-Marius Komorek / Hamburg Kreativ Gesellschaft)
Das ehemalige Karstadt Sports-Kaufhaus in Hamburg wird bis Ende 2022 ein Tempel für Kunst und Kultur (Foto: Jan-Marius Komorek / Hamburg Kreativ Gesellschaft)

Ein halbes Jahr – nämlich bis Ende 2022 – betreibt die Hamburg Kreativ Gesellschaft das einstige Karstadt Sports-Kaufhaus in Hamburg.

Direkt gegenüber vom Hamburger Hauptbahnhof, eingangs der Shopping-Meile Mönckebergstraße, befand sich über Jahre hinweg das Karstadt Sports-Gebäude – ehe es im Oktober 2020 inmitten der Corona-Lockdowns geschlossen wurde. Seitdem war unklar, wie die Anschlussverwendung für die prominente Immobilie aussieht.

Jetzt ist klar: Die Hamburg Kreativ Gesellschaft wird in den kommenden sechseinhalb Monaten neuer Betreiber des Gebäudes, das sich auf 8.000 Quadratmeter und sechs Geschosse verteilt. Die stadteigene Hamburg Kreativ Gesellschaft (zu der auch die Standortinitiative Gamecity Hamburg gehört) übernimmt das einstige Kaufhaus bis zum 31. Dezember 2022 von der R+V Lebensversicherung und kommt in diesem Zeitraum lediglich für die Nebenkosten auf. An Kreativschaffende wird das Gebäude in viertel, halben und ganzen Etagen vermietet – und zwar für 1,50 € pro Quadratmeter.

Das Erdgeschoss und das 2. OG sind für wechselnde Projekte wie Ausstellungen oder Festivals belegt. Bis Ende des Jahres sollen Ateliers, Ausstellungsflächen, Co-Working-Spaces, Produktions-Orte und Pop-Up-Cafés einziehen. Eines der geplanten Projekte: Vom 31. Oktober bis zum 6. November findet dort das traditionelle Play – Creative Gaming Festival statt, inklusive Shows, Workshops und Preisverleihung.

Ermöglicht wurde die Umwidmung durch das Programm ‚Frei_Fläche‘ und den Fonds für kreative Zwischennutzung, der der Senat mit 9 Mio. € ausgestattet hat.

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD): „Solche kreativwirtschaftlichen Nutzungen wie hier jetzt an der Mönckebergstraße und auch schon an zahlreichen anderen Orten in Hamburg sorgen für eine Belebung der Quartiere. Und es sind auch noch ausreichend Mittel vorhanden für viele weitere kreative Ideen überall in der Stadt.“

Kultur- und Medien-Senator Carsten Brosda (SPD): „Es gibt in der Hamburger Innenstadt kaum einen exponierteren Ort als das ehemalige Gebäude von Karstadt Sport. Dass Besucherinnen und Besucher der City dort nun Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft aus Hamburg erleben können statt Leerstand, ist ein bemerkenswerter Erfolg des Programms Frei_Fläche.“

Katja Wolframm, Leiterin Immobilienabteilung der Hamburg Kreativ Gesellschaft: „Ein großes Kaufhaus für die Kreativwirtschaft zu öffnen, war von Beginn an Idee und größte Herausforderung zugleich. Dass uns mit diesem Förderprogramm gelungen ist, was niemand und kein Konzept vorher vermochte, ist eine große Freude. In der Innenstadt ist bisher wenig Kreativwirtschaft erlebbar. An diesem zentralen Ort zu zeigen, welche Potentiale diese Branche hat, ist ein schönes Angebot für alle Besucherinnen und Besucher und eine Einladung an die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in der Immobilienwirtschaft.“