Start Marketing & PR E3 2018: Veranstalter prüfen Gamescom-Modell

E3 2018: Veranstalter prüfen Gamescom-Modell

Erstmals ließen die Veranstalter 15.000 Endverbraucher auf das E3-Gelände (Foto: ESA Entertainment Software Association)
Erstmals ließen die Veranstalter 15.000 Endverbraucher auf das E3-Gelände (Foto: ESA Entertainment Software Association)

Die E3 wächst (wieder) – auch durch 15.000 Privatbesucher-Tickets. Doch Los Angeles hat noch größere Pläne für die E3 2018. Vorbild: die Kölner Gamescom.

Die Pressemitteilung der veranstaltenden Entertainment Software Assocation (ESA) lässt keinen Zweifel aufkommen, dass die E3 auch 2017 ihre Stellung als „weltgrößter Event für Videospiele, Technologie und Entertainment“ unter Beweis gestellt habe. Woran die E3-Ausrichter dieses Selbstbewusstsein festmachen, bleibt unklar – sowohl Ausstellungsfläche als auch Besucher- und Ausstellerzahlen liegen deutlich unter den Werten der Kölner Gamescom.

Nichtsdestoweniger ist die E3 als jener Zeitpunkt im Jahr gesetzt, zu dem die wirklich relevanten Neuheiten angekündigt und gezeigt werden, sei es Microsofts Xbox One X oder Spiele wie „Far Cry 5“.

In Summe fast 70.000 Besucher strömten an den drei Messetagen zwischen dem 13. und 15. Juni auf das Messegelände des LA Convention Centers (LACC). Unter das Publikum mischten sich in diesem Jahr erstmals auch 15.000 Privatbesucher.

Die Zahl der Aussteller lag bei rund 290 – zum Vergleich: Auf der Gamescom stellen 860 Unternehmen aus. Die Nettofläche lag bei 36.000 Quadratmetern. Die Gamescom 2016 meldet eine Ausstellungsfläche von rund 64.000 Quadratmeter – bei einer Brutto-Gesamtfläche von 193.000 Quadratmetern.

E3 2018: Die Spielemesse bleibt in Los Angeles

Schon jetzt steht fest, dass die Electronic Entertainment Expo auch in den Folgejahren – also 2018 und 2019 – in Los Angeles stattfinden wird. Sowohl der Betreiber des Convention Centers als auch die Stadtoberhäupter wollen die Veranstaltung dringend in der Region halten.

Der Haken: Wird nicht in die Infrastruktur investiert, ergeben sich für die E3 kaum Optionen für weiteres Wachstum. Schon jetzt platzt das LACC aus allen Nähten. Das kommende Jahr sei das „Jahr der Entscheidung“. Bis dahin soll sich auch die Hotelzimmer-Situation entspannen: Die Zahl der Unterkünfte wird sich demnach verdoppeln.

Spätestens im Jahr 2020 wird der E3 zudem eine Fläche von mehr als 46.000 Quadratmetern zur Verfügung stehen, versprechen die Ausrichter.

Ziel sei es auch, abtrünnige Aussteller wie Electronic Arts wieder zurück auf das E3-Gelände zu holen. Der Publisher stellte Neuheiten wie „FIFA 18“ oder „Star Wars Battlefront 2“ zum zweiten Mal in Folge im Vorfeld der E3 vor – diesmal bereits am Samstag vor der Messe, gefolgt von Microsoft am Sonntag.

Vorbild Gamescom: E3 2018 soll Fach- und Privatbesucher anlocken

Nach einem Bericht von Gamesindustry.biz prüft der Veranstalter, die E3 in eine Art US-Gamescom weiterzuentwickeln, also in einen Mix aus Fachbesucher- und Privatbesucher-Messe. Neben einer begrenzten Zahl an Endverbraucher-Tickets gehörten in diesem Jahr daher auch eSports-Turniere zum Konzept.

Vorstellbar sei, die Messedauer von derzeit drei auf fünf oder sechs Tage auszudehnen, wie es bei der Gamescom der Fall sei. Weil das LACC zu klein sei, könne es im Gegensatz zur Kölner Spielemesse keine Unterscheidung zwischen „Entertainment Area“ und „Business Area“ geben. Stattdessen könnte die E3 bis zum darauffolgenden Wochenende verlängert werden.

Eine Herausforderung bestehe darin, dass der logistische Aufwand für den Auf- und Abbau immens sei. Zum Vergleich: Bei der Gamescom 2017 bleibt den Messebauern je nach Halle maximal 52 Stunden, um die Ausstellungsfläche besenrein an die KoelnMesse zu übergeben.

Die E3 2018 findet vom 12. bis 14. Juni 2018 statt.

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