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Aruba Events: Neustart für Quo Vadis 2018 und Devcom 2018

Nico Balletta, Dirk Gooding und Simon Fistrich organisieren mit Aruba Devents sowohl die Quo Vadis 2018 in Berlin als auch die Devcom 2018 im Vorfeld der Gamescom in Köln.
Nico Balletta, Dirk Gooding und Simon Fistrich organisieren mit Aruba Devents sowohl die Quo Vadis 2018 in Berlin als auch die Devcom 2018 im Vorfeld der Gamescom in Köln.

Nur vier Monate liegen zwischen den Terminen der Quo Vadis 2018 und der Devcom 2018 – beide Kongresse werden von Aruba Events organisiert. Im GamesWirtschaft-Gespräch erklären die Macher, wie sich die internationalen Entwicklerkonferenzen ihrerseits weiterentwickeln.

Der Deutsche Entwicklerpreis 2017 Anfang Dezember war die Feuertaufe für das neu aufgestellte Team von Aruba Events – doch die tatsächlichen Herkulesaufgaben folgen im April und im August: Mit der 16. Auflage der Quo Vadis in Berlin und der zweiten Ausgabe der Gamescom-Konferenz Devcom organisiert die Event-Tochter der Fürther Computec Media Group auch in diesem Jahr zwei englischsprachige Games-Großveranstaltungen, die sich an ein Fachpublikum richten.

Die Verantwortung für beide Formate liegt seit einigen Monaten bei den neuen Head of Aruba Events: Simon Fistrich und Dirk Gooding. Bei einer Doppelspitze gäbe es naturgemäß Überschneidungen, aber die Aufgaben seien klar verteilt – „sonst könnten wir zwei internationale Konferenzen in so kurzem Abstand nicht stemmen“, sagt Fistrich, der unter anderem für die Überwachung und Einhaltung der Budgets zuständig ist, also gleichsam fürs Controlling.

Eine wichtige Rolle in ihrem Team spielt zudem Nico Balletta, der als Programm-Direktor und damit Nachfolger von Tobias Kopka die Sprecher und Themen beider Konferenzen zusammenstellt.

Wie schon zur Quo Vadis 2017 bleibt die "Station" in Berlin Kreuzberg der Austragungsort der Konferenz.
Wie schon zur Quo Vadis 2017 bleibt die „Station“ in Berlin Kreuzberg der Austragungsort der Konferenz.

Quo Vadis 2018 am 24. und 25. April 2018 in Berlin

Die Quo Vadis gilt als zentraler Bestandteil der Games Week Berlin (heuer vom 23. bis 29. April), die vollgepackt ist mit Veranstaltungen rund ums Thema Games. Immer dann, wenn die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises in der Hauptstadt gastiert, gehört die Gala – wie im Jahr 2017 – ebenfalls zum Programm der Games Week.

Gegenüber 2016 hatte sich die Zahl der Quo-Vadis-Vorträge und -Panel-Diskussionen fast verdoppelt – mehr als 200 Redner standen 2017 auf den Bühnen. Die Folge war, dass insbesondere die Keynotes renommierter Entwickler miteinander konkurrierten. Das soll 2018 nicht mehr passieren, verspricht Programm-Direktor Balletta: „Damit kommen wir den Wünschen von Speakern und Teilnehmern entgegen.“

Obendrein dauert die Konferenz nur noch zwei statt bisher drei Tage – allein dadurch sinkt die Zahl der „Sessions“ um ein Drittel. Der Programm-Qualität dürfte zudem zugute kommen, dass der „Call for Papers“ mehr als genug Vortrags-Einreichungen hervorgebracht hat.

Der bewährte Veranstaltungsort – die „Station Berlin“ im Bezirk Kreuzberg – wird beibehalten. Neu in diesem Jahr: Zum Schutz vor unberechenbarem April-Wetter ziehen die Foodtrucks ins Innere der Hallen – bei Sonnenschein lassen sich Curry-Wurst und Veggie-Burger natürlich weiterhin im Freien genießen.

Buchstäblich mehr Raum nehmen hingegen Startups, Hochschul-Teams und kleine Entwickler-Studios ein: „Wir bauen den Indie-Bereich deutlich aus – mehr Fläche, mehr Übersicht, neue Anordnung“, kündigt Dirk Gooding an. Präsentationstische für die „Indie Game Expo“ sind ab rund 150 Euro netto zu haben.

Devcom 2018 am 19. und 20. August 2018

Parallel zum Countdown für die Quo Vadis laufen längst die Vorbereitungen für den August: Die „Devcom“ ist – ebenso wie die „Gamescom“ – eine Marke des Branchenverbands Game, der zusammen mit der KoelnMesse als Mitveranstalter auftritt. Das Format ersetzte 2017 erstmals den Europa-Ableger der Game Developers Conference, dessen Veranstalter sich auf das Ursprungs-Format in San Francisco fokussieren.

Die Devcom-Premiere im vergangenen Jahr läutete die Gamescom ein und erstreckte sich über fünf Konferenztage, in denen neun Säle und Bühnen bespielt wurden. Inklusive der eingemeindeten Konferenz „Respawn: Gathering of Developers“ und den kostenlosen Vorträgen verzeichneten die Veranstalter rund 3.000 Besucher.

Analog zur Quo Vadis wird auch die Devcom 2018 kürzer, kompakter, straffer, strukturierter. Insbesondere sollen zeitliche Überschneidungen mit dem ohnehin durchgetakteten Gamescom-Fachbesucher- und Medientag (Dienstag, 21. August) vermieden werden. Demzufolge startet die Devcom 2018 am Sonntag (19. August) und endet am Montag (20. August).

Update für den Gamescom 2018 Terminplaner inklusive der neuen Devcom 2018-Termine (Stand: 22. Januar 2018)
Update für den Gamescom 2018 Terminplaner inklusive der neuen Devcom 2018-Termine (Stand: 22. Januar 2018)

Diese Entscheidung ist eine direkte Folge des Feedbacks auf die Devcom-Premiere, so Fistrich. Optimierungen gibt es an allen Ecken: beim Vortragsprogramm, bei der Wegfindung, bei der Anordnung der Räume auf dem Konferenzgelände. Finden wichtige Keynotes statt, wird das Programm auf anderen Bühnen gezielt heruntergefahren. „Mit jedem zusätzlichen Talk steigt auch die Zahl der hervorragenden Vorträge, die man als Besucher verpassen würde. Das wollen wir vermeiden“, weiß Nico Balletta. „Für uns gilt: ‚Quality over quantity‘.“

Diese Qualität soll einerseits ein Beirat sicherstellen, zum anderen helfen erfahrene Branchenkenner wie Kate Edwards oder John Gaudiosi bei der Akquise geeigneter Referenten.

Die eingemeindete Konferenz „Respawn: Gathering of Developers“ als eigenständige Veranstaltung-in-der-Veranstaltung entfällt – stattdessen ist Respawn nun eine Art Überschrift für einen separaten Track, also einen Vortrags-Strang. Der beliebte und gutbesuchte Indie-Bereich bekommt einen neuen, zentraleren Standort samt größerer Fläche.

Head of Devcom Stephan Reichart: „Devcom 2018 setzt neue Maßstäbe.“

Jenseits des Namens bleibt also kaum ein Stein auf dem anderen – die Devcom 2018 hat mit der Devcom 2017 nichts mehr gemeinsam, sagt Gooding. „Mit dem deutlich gestrafften Programm erhöhen wir die Qualität der Konferenz und schaffen genügend Raum fürs Networking.“ Zentraler Treffpunkt soll die Piazza auf dem Gelände der KoelnMesse werden: Sofern das Wetter mitspielt, finden Mahlzeiten und Gespräche unter freiem Himmel statt.

Stephan Reichart, Erfinder der Quo Vadis und inzwischen Head of Devcom
Stephan Reichart, Erfinder der Quo Vadis und inzwischen Head of Devcom

„Bei der Premiere der Devcom 2017 haben wir viele Dinge ausprobiert und eine tolle Premiere hingelegt. Uns ist es vor allem gelungen, ein Developer Event zu entwickeln, dass den Teilnehmern wieder das Gefühl gegeben hat, dass hier ein Event für sie gemacht wurde“, sagt Stephan Reichart, der als Head of Devcom die übergreifende Verantwortung für das Format trägt. „Dementsprechend haben wir auch sehr stark auf das Teilnehmer-Feedback aus dem letzten Jahr gehört, vieles davon umgesetzt und das Format gemeinsam mit unserem Beirat und Partnern entsprechend weiterentwickelt. Die Devcom 2018 wird neue Maßstäbe setzen und ihren Anspruch als wichtigstes Developer Event Europas weiter ausbauen.“

Und wenn schon mal Star-Entwickler in der Stadt sind, dann sollen davon auch die Endverbraucher profitieren: Aufgrund der erfreulichen Resonanz wird es 2018 erneut öffentliche Vorträge in Form der „Public Keynotes“ geben, die sich erstens (auch) an die Spiele-Fans richten und zweitens im Preis des Gamescom-Tickets enthalten sind.

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