
Valve startet die Vorbestell-Phase für die Steam Machine: Die Gaming-PC-Alternative ist deutlich teurer als erwartet.
„Leistungsstarkes PC-Gaming in einem kompakten Design“ – so lautet das Werbeversprechen von Valve mit Blick auf die Steam Machine.
Diese Leistung hat ihren Preis: Wer sich für den kompakten Kraftwürfel mit einer Kantenlänge von gerade einmal 16 cm interessiert, muss mindestens 1.039 € für die kleinste Variante mit 512 GB Speicher investieren – für das Topmodell werden 1.428 € fällig (Übersicht siehe unten).
Steam Machine kostet über 1.000 €
Nun ist Valve nicht nur erfolgreicher Spiele-Entwickler (u. a. Counter-Strike, Half-Life) und Betreiber der marktführenden PC-Spiele-Plattform Steam, sondern auch Hardware-Anbieter – mit langjährigen Kontakten zu Lieferanten. Gerade deshalb wurde das US-Unternehmen von den drastisch gestiegenen Preisen für RAM- und Speicher-Komponenten kalt erwischt, wie aus der begleitenden Ankündigung hervorgeht.
Wörtlich heißt es: „Es gibt eine Vielzahl von Gründen für diese Entwicklung, die weltweit alle Hardwareprodukte betreffen. Das Resultat besteht darin, dass unser ursprüngliches Ziel für den Preis der Steam Machine nicht mehr realisierbar ist.“
Die Preise seien jedoch nicht der einzige Aspekt – auch die Verfügbarkeit der Bauteile habe eine Rolle gespielt: „Es gab Zeiträume, in denen wir einige unserer Komponenten zu keinem Preis, also überhaupt nicht, beziehen konnten. Dies wirkte sich hauptsächlich auf die Anzahl der Geräte aus, die wir für die Markteinführung produzieren konnten.“
Daraus resultierend hat sich Valve für ein Reservierungs-Modell entschieden: Ab sofort und bis einschließlich 25. Juni um 19 Uhr deutscher Zeit sind Registrierungen möglich. Im Anschluss erfolgt eine zufallsgenerierte Auswahl von Kunden, die eine E-Mail mit einer Kauf-Option erhalten. Die ‚Gewinner‘ haben 72 Stunden Zeit, um sich für oder gegen das Angebot zu entscheiden.
Die Geräte der ersten Charge sollen dann ab Ende Juni verschickt werden.
Was ist die Steam Machine – und wenn ja, wie viele?
Während das Steam Deck für den Unterwegs-Betrieb konzipiert ist, soll die Steam Machine künftig PC-Spiele auf große Bildschirme bringen – etwa auf den Wohnzimmer-TV. Spannend: Valve positioniert die Hardware-Neuheit als „Erweiterung im Bereich PC-Gaming“ – und explizit nicht als Konsole.
Begründet wird dieser Ansatz unter anderem damit, dass es sich im Unterschied zum Geschäftsmodell von Sony PlayStation oder Nintendo um ein offenes Ökosystem handelt: „Die Stärke von PC-Spielen liegt in der Möglichkeit, die gewünschten Spiele auf der gewünschten Hardware zu spielen. Steam Machine ist nur eine Möglichkeit und in unseren Augen, eine sehr gute. Sie ist aber nicht die einzige Option und wir haben auch kein Interesse daran, dies zu ändern.“
Die Steam Machine wird in zwei Varianten angeboten – wahlweise mit und ohne Gamepad:
- Steam Machine 512 GB: 1.039 €
- Bundle: Steam Machine 512 GB + Steam Controller: 1.108 €
- Steam Machine Machine 2 TB: 1.359 €
- Bundle: Steam Machine 2 TB + Steam Controller: 1.428 €
Bei der 2 TB-Variante sind serienmäßig zwei abnehmbare Frontblenden aus rotem Stoff und massivem Walnussholz inklusive.
Mit Ausnahme der verbauten SSD-Festplatte ist das Innenleben der Steam Machine in allen Baureihen identisch. Die Hersteller-Angaben im Überblick:
- Modifizierter AMD Zen 4 mit 6 Cores/12 Threads
- Modifizierte AMD RDNA3 28 CUs
- 16 GB DDR5 + 8 GB GDDR6 VRAM
- 512 GB NVMe-SSD / microSD-Kartensteckplatz
- WLAN 6E / Bluetooth 5.3 / Gigabit-Ethernet
- Integrierter Funkadapter für den Steam Controller
- Als Betriebssystem kommt SteamOS 3 zum Einsatz
Mit dem Konzept und den Erfolgs-Aussichten der Steam Machine beschäftigt sich auch diese GamesWirtschaft-Kolumne vom November 2025 – damals noch im Lichte eines deutlich weniger aufgeheizten Hardware-Markts.












