Start Wirtschaft PlayStation 6 & Co.: Chip-Krise könnte Konsolen-Fahrplan verhageln

PlayStation 6 & Co.: Chip-Krise könnte Konsolen-Fahrplan verhageln

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Die PlayStation-Sparte von Sony Interactive vermarktet Konsolen, Zubehör, Services und Games (Foto: GamesWirtschaft)
Die PlayStation-Sparte von Sony Interactive vermarktet Konsolen, Zubehör, Services und Games (Foto: GamesWirtschaft)

Droht ein ‚RAMmageddon‘? Künstliche Intelligenz treibt Chip-Nachfrage und –Preise – mit möglichen Auswirkungen auf Termine und Preispolitik von Sony und Nintendo.

Seit Monaten ist das Thema ‚Chip-Krise‘ serienmäßiger Bestandteil von Quartalszahlen und Analysten-Schaltkonferenzen: Denn der ungezügelte Rechen-Hunger in den KI-Rechenzentren hat Google, OpenAI, Microsoft, Amazon, Meta & Co. zur Bevorratung mit Speicher-Chips veranlasst – und für eine spürbare Verknappung am Markt gesorgt.

In der Folge sind die Tarife drastisch angestiegen, was bereits jetzt zu einer Verteuerung von Computern, Smartphones und Unterhaltungselektronik führt: Große Anbieter wie Dell und Lenovo haben Preiserhöhungen angekündigt. Valve wollte eigentlich längst Preise und Termine für die Wohnzimmer-Konsole Steam Machine bekannt geben, sieht sich aber nun dazu veranlasst, vorerst die weitere Entwicklung abzuwarten.

PlayStation 6 & Co.: Chip-Krise könnte Konsolen-Fahrplan verhageln

Anbieter, die nicht über eigene Kapazitäten verfügen oder sich nicht rechtzeitig mit Ware eingedeckt haben, könnten nun auf einen ausgetrockneten Markt zulaufen – der an die Lieferengpässe entlang der Corona-Pandemie erinnert.

Laut Bloomberg (Artikel hinter Paywall) prüft der japanische Sony-Konzern nun eine Verschiebung der nächsten Konsolen-Generation: Die PlayStation 6 könnte somit außerhalb des bisherigen Sieben-Jahre-Zyklus (PS3: 2006 / PS4: 2013 / PS5: 2020) auf den Markt kommen – also nicht 2027, sondern erst 2028 oder gar 2029. Dadurch würde die komplette Release-Choreographie ins Wanken geraten – schließlich orientiert sich auch die Budget- und Release-Planung der internen Studios und externen Publisher an den Termin-Korridoren der Konsolen-Hersteller.

Bei Mitbewerber Nintendo, der auf ein sehr gutes Weihnachtsgeschäft zurückblickt, denkt man offenbar über Preiserhöhungen für die Nintendo Switch 2 nach. Die Konsole ist seit dem 5. Juni 2025 auf dem Markt – in Deutschland liegt der Listenpreis bei 469 € (ohne Spiel). Auf Bloomberg-Anfrage wollten sich weder Sony noch Nintendo dazu äußern.