
Die „nächste Generation von AAA-Spielen“ soll bei Welevel in München entstehen – an diese Vision glaubt auch Burda Principal Investments.
Update vom 15. Juni 2026: Wenige Wochen nach der Bekanntgabe der neuen Finanzierungsrunde hat das Münchener Studio Welevel die finanziellen Details des Pakets via GamesBeat öffentlich gemacht.
Demnach hat das Investment ein Volumen von 8,5 Mio. $ (ca. 7,3 Mio. €); involviert sind unter anderem Bitkraft Ventures und Burda Principal Investements. Auch der Bund beteiligt sich mit 1,7 Mio. € via Games-Förderung. In Summe hat das Unternehmen demzufolge rund 15 Mio. $ (ca. 13 Mio. €) eingeworben.
Im Gespräch mit den Kollegen von GamesBeat betont Welevel-Gründer Christian Heimerl den KI-Ansatz, von dem einerseits die Glaubwürdigkeit und Vielfalt der SolidRiver-Spielwelt, zum anderen aber auch die Produktivität des Teams profitieren soll.
Die Welevel-Belegschaft ist auf 22 Personen angewachsen. Die Early-Access-Phase des ambitionierten Open-World-Aufbau-Action-Rollenspiels ist für Anfang 2027 geplant.
Update vom 27. Mai 2026 (16 Uhr): Der nachfolgende Artikel wurde um weitere Zitate und Details ergänzt.
Meldung vom 27. Mai 2026 (13 Uhr): „Welevel: Das Münchener Studio, das (noch) niemand kennt – außer Mario Götze“ – so lautete im September 2025 die Überschrift eines GamesWirtschaft-Beitrags über ein Spiele-Startup, das zu diesem Zeitpunkt mehr als 50 offene Positionen ausgeschrieben hatte – aktuell sind es knapp die Hälfte.
Das mittlerweile 20köpfige Team von Christian Heimerl arbeitet seit fünf Jahren am Debüt-Spiel SolidRiver – einem Open-World-Survival-Action-Strategie-Rollenspiel-Mix, das dank Künstlicher Intelligenz AAA-(also-Blockbuster-)Qualität bieten soll, ohne ein AAA-Budget zu verschlingen. Als technischer Unterbau dient die Unreal Engine 5; derzeit läuft eine geschlossene Alpha. Die Early-Access-Fassung ist für Anfang 2027 geplant.
Im März 2025 erfolgte die erste Finanzierungsrunde mit prominenten Investoren, darunter Bigpoint-Gründer Heiko Hubertz, E-Sport-Pionier Ralf Reichert, Roblox-Manager Chris Carvalho und Weltmeister Mario Götze. Der Bund hatte bereits 2023 rund 1,7 Mio. € via Games-Förderung bereitgestellt.
Jetzt folgt der nächste Schritt: Der Wagniskapitalgeber Burda Principial Investments (BPI) ist Teil einer Series-A-Runde unter Führung des US-Spezialisten Transcend, an der sich auch das bereits investierte Team von Bitkraft Ventures beteiligt. Es handelt sich um das erste Investment der Games-Initiative BurdaGP, die im Januar 2026 gestartet ist und die eng mit der TU München zusammenarbeitet.
Zu den finanziellen Details machen die Parteien keine Angaben.
Burda investiert in Münchener Studio Welevel
BPI-Manager Friedrich von Wulffen: „Welevel ist exakt die Art von Unternehmen, für die dieses Programm geschaffen wurde: eines von ganz wenigen unabhängigen Studios mit AAA-Ambitionen in Deutschland, ein Meilenstein für Münchens wachsendes Ökosystem und ein Team, das in den vergangenen Jahren einen technologischen Vorsprung mit Blick auf KI-gestützte Spiele-Entwicklung hingelegt hat.“
Welevel-Gründer Christian Heimerl: „Wir teilen die Mission von BurdaGP voll und ganz und freuen uns, Teil davon zu sein. Mit der aktuellen Finanzierung werden wir unsere Vision weiterverfolgen: ein nahtloses Spielerlebnis zu gestalten, in dem die Ideen und Geschichten der Spieler Teil der Spielwelt werden.“
Künstliche Intelligenz solle zur Qualität der Spielwelt beitragen, aber nicht das Handwerk ersetzen, so Heimerl. „Es ist wie beim Dungeon Master in Dungeons & Dragons, der Momente erschafft, die sich persönlich und glaubwürdig anfühlt – und nicht nach einer Massen-Produktion von Assets oder monotonem KI-Cotent.“
Shanti Bergel, Gründer und Managing Director bei Transcend: „Die Industrie verfolgt seit Jahren das Ziel, Welten zu erschaffen, die sich echt und lebendig anfühlen und auf die Spieler reagieren. Wenige Teams haben die Überzeugung und das technologische Verständnis, um diese Ambition in die Realität umzusetzen – Welevel ist eines davon und wir glauben, dass sie zu jenen Unternehmen gehören, die die nächste Generation des Mediums prägen.“












