
Der Koalitionsvertrag ist unter Dach und Fach: CDU und SPD wollen die Games-Förderung in Rheinland-Pfalz „weiterentwickeln“.
„Gemeinsame Verantwortung für ein starkes Rheinland-Pfalz“ – so ist der Koalitionsvertrag überschrieben, auf den sich CDU und SPD verständigt haben. Die Gremien beider Parteien haben das 100 Seiten starke Dokument abgesegnet – in den kommenden Tagen soll der Vertrag unterschrieben werden. Am 18. Mai will sich CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder im Mainzer Landtag zum Ministerpräsidenten wählen lassen.
Die Namen der Minister sind noch offen – klar ist aber, dass die Union die Staatskanzlei samt Zuständigkeit für die Medien erhält. Die Sozialdemokraten sind unter anderem für Wirtschaft, Energie und Klima zuständig.
Mit Blick auf den Games-Standort Rheinland-Pfalz – der sowohl große Arbeitgeber wie Kalypso Media (Sudden Strike 5) und Ubisoft Mainz (Anno 117: Pax Romana) als auch eine wachsende Zahl von Indie-Studios beherbergt – bleibt die künftige Landesregierung vergleichsweise wattig. Auf Seite 32 heißt es, man wolle die Medienförderung RLP „weiterentwickeln“ – eine gängige Chiffre, die alles und nichts bedeuten kann.
Ein besonderer Fokus soll auf den „Zukunftsbereichen Games und Film“ liegen, um die Innovation, Kreativität und Wertschöpfung des Bundeslands zu stärken. Das Potenzial, das sich unter anderem aus den Studiengängen an den Hochschulen ergibt, soll im Land bleiben. Weiter heißt es: „Dafür wollen wir gute Rahmenbedingungen schaffen und auch Games-Förderung innerhalb der Medienförderung weiter ausbauen.“
Wie sich dieser fromme Vorsatz konkret in Euro übersetzt, wird sich erst nach einem Blick in die Kassen und nach Aufstellung der Haushaltspläne zeigen. Die Branche fordert weiterhin die Vervierfachung der bestehenden Landesmittel – 2 Mio. € erscheinen „bedarfsgerecht“ , auch mit Blick auf ungleich größere Töpfe von Anrainern wie Nordrhein-Westfalen. Des Weiteren soll sich Rheinland-Pfalz für die Umsetzung einer ergänzenden steuerlichen Förderung einsetzen, wovon insbesondere Großbetriebe profitieren würden.
Was sich die rheinland-pfälzischen Games-Unternehmer von der Landespolitik erwarten, lesen Sie in diesem Beitrag.












