Start Nachrichten Meet & Play 2017: Gaming-Festival gerät zum Flop

Meet & Play 2017: Gaming-Festival gerät zum Flop

Die Veranstalter der Meet & Play 2017 ziehen Bilanz.
Die Veranstalter der Meet & Play 2017 ziehen Bilanz.

Als „vollen Erfolg“ verkauft die Funke Mediengruppe das Gaming-Festival „Meet & Play“ in Oberhausen. Das ist dezent übertrieben: Statt erwarteter 4.500 Fans kamen nur 2.500 Besucher.

Als das „beste Gaming-Event Deutschlands“ wurde die Meet & Play am 29. Januar 2017 angepriesen – am Ende kamen deutlich weniger Besucher in die Oberhausener Turbinenhalle als erwartet. Das hat die Funke Mediengruppe heute bekannt gegeben.

Das Event zog nur 2.500 Fans an und war damit nicht ansatzweise ausverkauft – trotz Reichweiten-starker Hauptattraktionen wie Sarazar, Rewinside, UnympathischTV, Rotpilz oder Sturmwaffel, die für Selfies und Autogramme zur Verfügung standen.

Die Veranstalter lockten zudem mit der offiziellen Just-Dance-Meisterschaft, Minecraft- und FIFA-17-„Battles“ mit bekannten eSportlern (unter anderem von Schalke 04), Social-Media-Stars wie Joyce Ilg und dem Liedvortrag von Youtuber Emrah, der es auf 2 Millionen Youtube-Abonnenten bringt.

Für mitreisende Erziehungsberechtigte hatten die Ausrichter sogar ein eigenes „Elternparadies“ mit Kaffee und Kuchen eingerichtet.

Meet & Play Oberhausen: Nur 2.500 Besucher auf „Deutschlands bestem Gaming-Event“

Mehrere Gründe mögen für den ausbaufähigen Zuspruch ausschlaggebend gewesen sein. Zum einen hatte sich der Veranstalter für gestaffelte Ticketpreise entschieden. Das VIP-Paket inklusive Catering, Goodie-Bag, vorzeitigem Hallenzugang und garantiertem Zugang zu den Youtube-Idolen schlug mit rund 100 Euro zu Buche. Gleich mehrere der gebuchten Stars hatten via Twitter und Facebook ihre Verwunderung und Bestürzung zum Ausdruck gebracht, dass die Fan-Treffen gegen Aufpreis geregelt werden sollten.

Hinzu kam, dass einige der Hauptattraktionen schon im Vorfeld abgesagt hatten. Das eSports-Team „Spandauer Inferno“ sollte ursprünglich eine eigene Halle belegen und dort League of Legends-Turniere austragen. Auf der Facebook-Seite des Clans wird das „vollkommene Versagen“ mit Blick auf die Kommunikation des Veranstalters beklagt. Im weiteren Verlauf hat das Team zwei Wochen vor der Meet & Play 2017 die Reißleine gezogen und die Teilnahme kurzerhand abgesagt. Gleiches galt für Letsplayer HandofBlood, der allein auf seinem Youtube-Kanal fast 790.000 Abonnenten vorweisen kann.

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