Start Marketing & PR Amazon verkauft PlayStation 5 nur noch auf Einladung (Update)

Amazon verkauft PlayStation 5 nur noch auf Einladung (Update)

Wer ab August 2022 eine PlayStation 5 bei Amazon kaufen will, muss auf eine 'Einladung' hoffen (Abbildungen: Amazon, Sony)
Wer ab August 2022 eine PlayStation 5 bei Amazon kaufen will, muss auf eine 'Einladung' hoffen (Abbildungen: Amazon, Sony)

Fast zwei Jahre nach Markteinführung der PlayStation 5 stellt Amazon die Abgabe der Sony-Konsole auf ein Einladungs-System um.

Update vom 24. August 2022 (12 Uhr): Exakt eine Woche nach Start des ‚Einladungs-Systems‘ hat Amazon erstmals ‚PS5-Kaufeinladungen‘ an Kunden verschickt. Die genauen Kriterien sind natürlich Firmengeheimnis, aber wir bemühen uns darum, aus dem Leser-Feedback ein Muster herauszukeltern.

Falls Sie eine Einladung erhalten haben, interessiert uns daher: Seit wann sind Sie Amazon-Kunde? Prime ja/nein? Und haben Sie bereits Games und Zubehör erworben? Schreiben Sie uns dazu gerne eine E-Mail oder nutzen Sie die Kommentar-Funktion – vielen Dank!

Weiterhin ist es möglich, das Interesse an einer PlayStation 5 durch einen Klick auf den entsprechenden Button auf der PS5-Produktseite* zu bekunden. Sobald Amazon einen Liefereingang seitens Sony Interactive verzeichnet, werden abermals Kunden informiert.


Update vom 24. August 2022: In der Woche seit Umstellung des PS5-Bestellprozesses hat Amazon lediglich Kaufwünsche von Kunden angenommen, die auf den „Einladung anfordern“-Button der  PS5-Produktseiten* geklickt haben.

Nach unserem Kenntnisstand wurde bislang noch keine Kauf-Einladung ausgesprochen – demzufolge wurde auch noch keine PS5 verkauft oder verschickt.


Amazon verkauft PlayStation 5 nur noch auf Einladung

Meldung vom 17. August 2022: Wer zuletzt bei Amazon eine Sony PlayStation 5 bestellen wollte, benötigte dazu seit Sommer 2021 zwingend ein kostenpflichtiges Prime*-Abo (89,90 € pro Jahr).

Sinn und Zweck: ein halbwegs gesitteter Verkaufsprozess während der sogenannten ‚Drops‘. Denn analog zu Mitbewerbern kann Amazon die begehrte Spielkonsole nur im Abstand mehrerer Wochen innerhalb kurzer, nicht angekündigter Zeitfenster anbieten. Ein Blick in die Statistik zeigt: Im Schnitt passiert so ein Drop bei Amazon nur einmal pro Monat.

Welcher Händler wann die PlayStation 5 verkauft hat (Stand: 18. Juli 2022)
Welcher Händler wann die PlayStation 5 verkauft hat (Stand: 18. Juli 2022)

Zum heutigen 17. August stellt Amazon dieses System um: Nach Testläufen in den USA und im Vereinigten Königreich müssen die Kunden ab sofort einen Antrag auf eine „Einladung“ stellen. Auf ausgewählten PS5-Produktseiten* befindet sich ein „Einladung anfordern“-Button. Wer darauf klickt, erhält folgende Nachricht:

„Einladung angefordert, danke! Als Nächstes verifizieren wir Ihr Konto. Die Einladung hängt von mehreren Faktoren ab, sodass wir die Wartezeiten nicht vorhersagen können. Wenn Sie eingeladen werden, erhalten Sie eine E-Mail mit einem Link, der 72 Stunden gültig ist.“

Was verspricht sich Amazon von dieser Maßnahme? Auf Anfrage teilt die deutsche Niederlassung mit: „Wir glauben, dass ein Einladungsprogramm der beste Ansatz ist, um sicherzustellen, dass nur echte Kunden und Kundinnen Zugang zu Artikeln mit hoher Nachfrage und geringer Verfügbarkeit haben.“

Das Programm soll dauerhaft zum Einsatz kommen – Einladungen würden immer dann ausgesprochen, wenn neue Geräte auf Lager seien. Die Funktion „Erhältlich auf Einladung“ gilt für Artikel, die von Amazon verkauft und versendet werden, da nur in diesen Fällen das Inventar direkt verwaltet wird.

Immerhin: Im Unterschied zu Amazon Prime ist die Einladungs-Lösung für den Kunden kostenlos – es ist also keine gesonderte Mitgliedschaft (mehr) vonnöten.

Bis Ende Juni 2022 hat Sony Interactive rund 21,7 Millionen PlayStation-5-Konsolen verkauft (Stand: 29.7.2022)
Bis Ende Juni 2022 hat Sony Interactive rund 21,7 Millionen PlayStation-5-Konsolen verkauft (Stand: 29.7.2022)

Die Umstellung erfolgt zu einem überraschend späten Zeitpunkt, denn die PlayStation 5 ist seit fast zwei Jahren auf dem Markt – der gröbste ‚Run‘ ist vorbei, zumal nach GamesWirtschaft-Hochrechnungen schon weit über 1 Million Konsolen in Deutschland abgesetzt wurden. Zum Stichtag 30. Juni lagen die weltweiten PS5-Verkaufszahlen bei 21,7 Millionen Stück.

An die Stelle der PS5-‚Drops‘ ist mittlerweile eine kontinuierlichere Belieferung des Handels getreten: So ist die PlayStation 5 in den Filialen von MediaMarkt, Saturn, Expert oder GameStop regelmäßig erhältlich – entweder sofort zum Mitnehmen oder per Reservierung und Anzahlung. Von einer dauerhaften Verfügbarkeit kann allerdings noch nicht die Rede sein: Die Nachfrage übersteigt weiterhin das Angebot.

Auf ein ähnliches System wie Amazon setzt Sony Interactive seit November 2021 beim Werksverkauf PlayStation Direct: Auch dort müssen die PlayStation-Network-Nutzer ihr Interesse in den Einstellungen per Häkchen signalisieren – mit etwas Glück erfolgt dann eine Kauf-Einladung per Mail.

Einen Überblick über die PlayStation 5-Lage im deutschsprachigen Raum bietet unser täglich aktualisierter PS5-Ticker.

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