Christopher Schmitz verantwortet bei IO Interactive in Kopenhagen die Hitman-Serie.
Christopher Schmitz verantwortet bei IO Interactive in Kopenhagen die Hitman-Serie.

Hitman statt Detroit, Kleine Meerjungfrau statt Eiffelturm: Christopher Schmitz hat Quantic Dream bereits im Juni verlassen und ist nun Executive Producer bei IO Interactive.

„Es war eine wunderschöne Zeit und ich bin Quantic außerordentlich dankbar für alle Erlebnisse, die ich dort haben durfte“ – so resümiert Christopher Schmitz sein Engagement als Director of Production bei Quantic Dream (Heavy Rain, Beyond: Two Souls) in Paris. Im Studio von David Cage war er von Januar 2015 bis Mai 2016 unter anderem maßgeblich in die Entwicklung des Playstation 4-Hoffnungsträgers Detroit: Become Human involviert. Zum 1. Juni hat er die französische Hauptstadt verlassen und ist nach Kopenhagen gezogen. Als Executive Producer ist er nun bei IO Interactive für die Entwicklung der Stealth-Action-Serie Hitman zuständig. Das Studio gehört seit 2009 dem japanischen Publisher Square Enix. Studioleiter in Kopenhagen ist übrigens Hannes Seifert, ebenfalls ein Branchenveteran.

Christopher Schmitz: Die Gründe für den Wechsel zu IO Interactive

Warum der Wechsel? Christopher Schmitz: „Ich bin aus persönlichen Gründen gegangen. Nicht wegen der Firma. Quantic Dream ist ein prima Unternehmen“, erzählt Christopher Schmitz gegenüber GamesWirtschaft. „Am dritten Tag meines Engagements in Paris gab es ja schon den ersten Terroranschlag. Bis 2011 war die Redaktion von Charlie Hebdo im gleichen Gebäude wie die Büroräume von Quantic Dream. Am Abend dieses Tages habe ich dann französische Nachrichten geschaut und habe den Chefredakteur ein Interview geben sehen vor unserem Haus – vor unserem Eingang, durch den ich jeden Tag zur Arbeit gegangen bin. Das Interview war von 2011, als Islamisten deren Büroräume angegriffen und in Brand gesteckt hatten. Zwei Tage später, an dem Freitag, ging es dann flott weiter mit dem Anschlag auf den jüdischen Supermarkt, der auch nur wenige 100 Meter entfernt von unserem Office gelegen war. Danach hatte sich die Lage für eine Weile etwas beruhigt, bis am 13. November der große Anschlag passiert ist. Wieder ganz in der Nähe. Viele meiner Kollegen und Freunde wohnten sehr nah am Tatort, oder waren sogar direkt betroffen. Sogar ich selber war 20 Minuten vor den Anschlägen auf dem Boulevard Voltaire und am Bataclan unterwegs. Das war dann irgendwann einfach genug. Als sich die Option bei Square-Enix im Studio IO Interactive in Kopenhagen entwickelte, war ich sofort sehr interessiert. Ich kenne Hannes und einige der anderen Mitarbeiter dort bereits seit über 20 Jahren und war sofort dabei, als ich das Angebot bekam. Für mich ist IO einer der richtungsweisendsten AAA Developer in Europa, insbesondere mit dem hohen Grad an Innovationen, die sie mit den neuen Hitman Projekt vorangetrieben und unter Beweis gestellt haben. Ich bin froh, dass ich in Zukunft hierzu beitragen kann.“

Christopher Schmitz: Blue Byte, Quantic Dream, IO Interactive

Christopher Schmitz zählt zu den bekanntesten Gesichtern der deutschen Gamesbranche: Als Director of Product Development und Executive Producer war er mehr als sieben Jahre für Ubisoft und Blue Byte in Düsseldorf tätig, ehe er an die Seine wechselte. Unter seiner Verantwortung erweiterte Blue Byte das Sortiment um erfolgreiche Free2play-Auskopplungen von Marken wie Die Siedler und Anno. Der Einstieg in die Branche liegt schon fast 25 Jahre zurück: Als Projektmanager beim Kaarster Spielevertrieb Softgold und Programmierer bei Software 2000 (Bundesliga Manager) startete seine Karriere, die ihn jetzt als Hitman-Verantwortlichen nach Kopenhagen führte.

Und so fühlt es sich an, bei IO Interactive zu arbeiten:

 

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