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Ubisoft-Co-Gründer Claude Guillemot stirbt bei Cessna-Absturz

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Ubisoft trauert um Co-Gründer Claude Guillemot.
Ubisoft trauert um Co-Gründer Claude Guillemot.

Zusammen mit seinen Brüdern formte er aus Ubisoft ab 1986 einen der größten Spielehersteller der Welt: Jetzt ist Claude Guillemot bei einem Flugzeug-Unglück ums Leben gekommen.

Der Absturz eines Cessna-Propellerflugzeugs im Nordwesten Frankreichs beim Landeanflug hat am Freitagabend (19. Juni) zwei Todesopfer gefordert – darunter Claude Guillemot, dem das Flugzeug auch gehörte. Laut Lokalmedien befand sich die Cessna auf dem Weg zu einem Flieger-Treffen. Die näheren Umstände, die zum Unglück geführt haben, werden zur Stunde untersucht. Guillemot wurde 69 Jahre alt.

Claude Guillemot gilt als einer der Pioniere der Games-Industrie. Zusammen mit seinen vier jüngeren Brüdern Michel, Gérard, Christian und Yves hat er 1986 jenen Spiele-Entwickler gegründet, der sich zu einem der weltweit bedeutendsten Publisher mit Standorten in allen Erdteilen entwickelte.

Ubisoft beschäftigt heute weltweit mehr als 16.000 Mitarbeiter, darunter über 800 in Deutschland. Bekannteste Marken: Assassin’s Creed, Far Cry, Prince of Persia, Rainbow Six Siege und Anno.

Die Familie Guillemot hält weiterhin knapp 14 Prozent der Anteile an Ubisoft und ist damit größter Anteilseigner vor JP Morgan und Tencent mit jeweils rund 10 Prozent sowie institutionellen Vermögensverwaltern wie Goldman Sachs, Merrill Lynch und BlackRock.

Während Yves Guillemot als CEO und Gesicht das Unternehmen auf operativer Ebene leitet und vertritt, gehörte Claude Guillemot zusammen mit den Brüdern dem Verwaltungsrat an – ebenso dem Board of Directors der Guillemot Corporation, die Zubehör wie Lenkräder und Flightsticks unter den Marken Hercuels und Thrustmaster vertreibt.

Gegenüber französischen Medien hat Ubisoft die Nachricht vom Tod des Co-Gründers „mit tiefer Trauer“ bestätigt. Digitalministerin Anne Le Hénanff würdigte Guillemot via X als „großen bretonischen Unternehmer“: Ubisoft habe Frankreich „an die Weltspitze für Videospiele“ gebracht. Der Familie und den Beschäftigten spricht die Politikerin ihr Mitgefühl aus.

Mit Claude Guillemot verliert das Unternehmen einen der erfahrensten Köpfe inmitten einer umfassenden Restrukturierungs-Phase, die alle Teile des Spiele-Konzerns betrifft.

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