
Weil Saudi-Arabien weiterhin kein sicheres Reiseland ist, springt Paris als Gastgeber-Stadt für den Esports World Cup 2026 ein.
„Von Reisen nach Saudi-Arabien wird dringend abgeraten“, warnt das Auswärtige Amt auch am heutigen Mittwoch auf der Website. Die Sicherheitslage in der Region bleibe „höchst volatil“ – Einschränkungen im Flugverkehr seien jederzeit möglich, falls der Konflikt rund um die Straße von Hormus weiter anhält.
Die Veranstalter des Esports World Cup 2026 wechseln daher wie erwartet zu Plan B: An die Stelle der saudischen Hauptstadt Riad tritt Paris.
Der Zeitraum (6. Juli bis 23. August) bleibt unverändert, ebenso der Spielplan: Zum mehrwöchigen E-Sport-Turnier werden mehr als 2.000 Profis und 200 Organisationen erwartet. Wo genau in der Stadt die Matches ausgetragen werden, ist noch offen; der Ticket-Vorverkauf soll in Kürze starten.
Die offizielle Ankündigung deutet die fragile Sicherheitslage nur zart an und verweist auf die „derzeitige regionale Situation“: Die für einen späteren Zeitpunkt geplante Rotation der Gastgeberländer wird nun notgedrungen vorgezogen.
Esports World Cup 2026 verlegt Austragung von Riad nach Paris
Mit dem Esports World Cup (EWC) und dem erstmals ausgerichteten Esports Nations Cup im November will sich Saudi-Arabien als Gaming- und E-Sport-Hotspot positionieren: Allein beim EWC liegt das Preisgeld bei 75 Mio. $. Parallel pumpt das Königshaus enorme Summen in Publisher- und Studio-Beteiligungen, etwa für den 55-Mrd.-$-Zukauf des US-Konzerns Electronic Arts.
Ralf Reichert, CEO der Esports Foundation: „Riad ist die Heimat des EWC und eines der weltweit führenden Zentren für E-Sport: Getragen von einer außergewöhnlichen Community und einer langfristigen Vision für die Zukunft des Sports. Gleichzeitig freuen wir uns sehr, den EWC in diesem Jahr erstmals außerhalb Saudi-Arabiens nach Paris zu bringen. Paris war Gastgeber einiger der größten Sportereignisse der Welt und zählt zu den bedeutendsten globalen Metropolen für Sport, Kultur und Entertainment.“











