Start Wirtschaft PlayStation Plus: Sony erhöht Abo-Preise für Neukunden (Update)

PlayStation Plus: Sony erhöht Abo-Preise für Neukunden (Update)

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Streit um PlayStation Plus: Der Verbraucherzentrale Bundesverband klagt gegen Sony Interactive (Abbildungen: VZBV / Sony)
Streit um PlayStation Plus: Der Verbraucherzentrale Bundesverband klagt gegen Sony Interactive (Abbildungen: VZBV / Sony)

Mit einem „missgünstigen Marktumfeld“ begründet Sony Interactive die Preiserhöhung beim Abo-Dienst PlayStation Plus.

PS-Plus-Preiserhöhung gilt auch für Extra und Premium

Update vom 19. Mai 2026 (11:30 Uhr): Auf Nachfrage hat Sony Interactive bestätigt, dass die Preisanpassungen für die kurzen Laufzeiten in allen drei Tarif-Stufen (Essential, Extra, Premium) gelten – allerdings nur für Neukunden, nicht für bestehende Abonnenten.

Die neuen PS-Plus-Tarife ab 20. Mai im Überblick:

Essential:

  • 1 Monat: 9,99 € (bislang 8,99 €)
  • 3 Monate: 27,99 € (bislang 24,99 €)
  • 12 Monate: 71,99 € (unverändert)

Extra:

  • 1 Monat: 15,99 € (bislang: 13,99 €)
  • 3 Monate: 43,99 € (bislang 39,99 €)
  • 12 Monate: 125,99 € (unverändert)

Premium:

  • 1 Monat: 18,99 € (bislang: 16,99 €)
  • 3 Monate: 54,99 € (bislang 49,99 €)
  • 12 Monate: 151,99 € (unverändert)

Sony erhöht Preise für PlayStation Plus-Abos

Meldung vom 19. Mai 2026 (9 Uhr): Die Listenpreise für PlayStation 5-Konsolen hat Sony rechtzeitig zu den Osterfeiertagen um jeweils 100 € erhöht – jetzt folgt PlayStation Plus. Via X hat das Unternehmen verkündet, dass zum 20. Mai die Tarife für Neu-Abonnenten steigen; für Bestandskunden ändert sich zunächst nichts (solange sie das Abo nicht aktiv kündigen oder auslaufen lassen). Betroffen sind zudem ’nur‘ die Preise für kurze Laufzeiten.

Das 1-Monats-Abo (‚Essential‘) kostet künftig 9,99 € statt 8,99 € – das 3-Monats-Abo liegt bei 27,99 € (bislang 24,99 €). Übersetzt: Pro Monat wird ein Euro draufgeschlagen. Zur Begründung verweist Sony nebulös auf „ongoing market conditions“, also die allgemeine Marktlage.

Nicht explizit erwähnt werden mögliche Preisanpassungen bei den höherpreisigen Tarifen PS Plus Extra und PS Plus Premium – GamesWirtschaft hat Sony Interactive um eine Stellungnahme gebeten.

Höhere PS-Plus-Preise: Sony wehrt sich gegen Verbraucherzentrale

Die Preiserhöhung erfolgt vor dem Hintergrund einer erfolgreichen Unterlassungsklage, die der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) 2024 eingereicht hat. Sony hatte sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) das Recht eingeräumt, sowohl die Spiele-Auswahl als auch die PlayStation-Plus-Preise jederzeit und ohne Vorankündigung ändern zu dürfen.

Weil der Konzern dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist, landete der Fall vor Gericht. Das Kammergericht Berlin gab der Verbraucherzentrale Anfang 2025 Recht. Seitdem bemüht sich Sony um eine Nichtzulassungsklage beim Bundesgerichtshof, um entgegen des Kammergerichts-Urteils doch noch eine Revision zu erreichen. Ein Urteil steht immer noch aus, wie die Verbraucherzentale auf Anfrage bestätigt.

Ein aktives PlayStation Plus-Abo ist Grundvoraussetzung, um den Online-Multiplayer-Modus von PS4- und PS5-Spielen nutzen zu können. Je nach Paket sind außerdem monatlich wechselnde Spiele, der Zugriff auf einen Spielekatalog, Cloud-Streaming und Cloud-Speicher im Preis enthalten.

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