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Dreamhack 2017: Ein Hauch von Games Convention

eSports-Highlight in Leipzig: Die Dreamhack 2017 (Foto: Andre Kugellis)

Drei Tage, mehr als 15.000 Besucher, 100.000 Dollar Preisgeld: Mit der Dreamhack 2017 machte Deutschlands größte LAN-Party zum zweiten Mal Station in Leipzig.

Ein Hauch von Games Convention weht seit 2016 wieder durch die Hallen 4 und 5 des Leipziger Messegeländes: Nach dem Verlust der Spielemesse zugunsten der Kölner Gamescom drohte die sächsische Metropole aus Games-Sicht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Zumindest für ein Januar-Wochenende lang war es (fast) wieder wie früher – Hunderte Spielstationen, Bühnen, Turniere, aufwändig kostümierte Cosplayer. Mehr als 15.000 Spielefans zog es nach Leipzig zur Dreamhack 2017 (Vorjahr: rund 13.200).

Selbst die Eintrittspreise bewegten sich auf Gamescom-Flughöhe: Das Tagesticket gab es für 17,50 Euro – wer nur an den Pokémon-Turnieren teilnehmen wollte, war schon ab 10 Euro dabei. Die 1.500 Teilnehmer der LAN zahlten zwischen 89 und 119 Euro für den Startplatz. Für 249 Euro stellte Hauptsponsor XMG außerdem Gaming-PC, Monitor, Tastatur, Maus und einen Spezialsessel zur Verfügung.

Bei den eSports-Turnieren kämpften parallel Counter-Strike-Profi-Spieler um Preisgelder von 100.000 US-Dollar.

Dreamhack 2017: 15.000 Besucher bei Deutschlands größter LAN-Party

Die gelungene Fortsetzung der 2016-Premiere lässt Messegesellschaft, Ausrichter und Sponsoren frohlocken – Vokabeln wie „fulminant“, „super zufrieden“, „fantastisch“ und „überglücklich“ durchziehen die Resümees.

Zu den Ausstellern der begleitenden „DreamExpo“ zählten vorwiegend Hardware-Hersteller wie ASUS, Corsair, Gigabyte und Razer, aber auch Studios wie Black Forest Games und Ausbilder wie die Berliner Games Academy präsentierten sich auf dem Gelände. Der lokale Media Markt hatte einen VR-Truck aufgebaut, in dem die Dreamhack-Besucher das aktuelle Sortiment an VR-Brillen ausprobieren konnten.

Allerdings: Im Vergleich zur Ausstellerliste 2016 fällt auf, dass einige Schwergewichte der Dreamhack diesmal ferngeblieben sind. Unter anderem fehlten die Fachhandels-Kette Euronics, die Hardware-Marken Roccat und MSI, Publisher 2K Games und der League-of-Legends-Hersteller Riot Games.

Dreamhack 2018 bereits jetzt angekündigt

Leipzig ist eine von mehreren Stationen des schwedischen Turnier- und Festival-Veranstalters Dreamhack. Die Marke ist seit 2015 im Besitz des Medienkonzerns Modern Times Group (MTG), der im selben Jahr auch die Mehrheit am Kölner Turnier- und Ligen-Veranstalter Turtle Entertainment (ESL) erworben hat. Seit Herbst 2016 gehört MTG zudem ein Drittel des Hamburger Onlinespiele-Riesen InnoGames (Forge of Empires).

Die nächste Auflage der deutschen Dreamhack ist für Januar 2018 angekündigt. Für die nächsten zwölf Monate wird das Leipziger Messegelände also wieder zur Computerspiele-freien Zone – und stattdessen Gastgeber von Events wie der „Leipziger Pferdenacht“, der Buchmesse, dem Deutschen Röntgenkongress oder der Fachmesse Gefahrgut & Gefahrstoff.

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