Start Sport Bundesliga-Lizenz für Games wird neu vergeben

Bundesliga-Lizenz für Games wird neu vergeben

FC-Bayern-Spieler wie Torhüter Manuel Neuer wurden eigens für FIFA 17 eingescannt.

Studios und Publisher, die Fußballspiele und Fußballmanager entwickeln, können sich ab sofort für die Bundesliga-Lizenz ab der Saison 2018/19 bewerben.

Wer die Spiele der ersten und zweiten Bundesliga in Litauen, Chile oder Australien übertragen oder aber Cola-Dosen mit Bundesliga-Vereinswappen bedrucken möchte, der wendet sich an die DFL Sports Enterprises GmbH.

Die Tochterfirma der Deutschen Fußball Liga (DFL) ist für die Vergabe von TV-Übertragungsrechten, Sponsorings und anderweitiger Lizenzrechte zuständig. Dazu gehören natürlich auch Computer- und Videospiele sowie Apps. Die aktuellen Verträge mit Lizenznehmern wie Electronic Arts („FIFA 17“) enden mit der kommenden Bundesliga-Saison 2017/18 – für alle Neuheiten ab der Saison 2018/19 (beginnt im August 2018) starten jetzt die Ausschreibungen.

Teil der Vereinbarung ist die Nutzung aktueller Vereinsnamen, Vereinswappen, Spielernamen und -daten sowie Spielerfotos und -animationen.

Deutsche Fußball Liga: Bewirbt sich Konami um die Bundesliga-Lizenz?

Nur eine Woche – nämlich bis 27. März – haben Spielestudios Zeit, sich zunächst für das nachfolgende Prozedere zu registrieren. Die DFL vergibt drei Rechte-Pakete:

  • Match-Simulation – betrifft Spiele wie „FIFA“ oder „PES“
  • Manager-Simulation – betrifft Spiele und Apps wie „Goal United“, „Online Fußballmanager“, „Kickbase“, „Football Empire“ oder „Top Eleven“
  • E-Sport – betrifft Turniere und Ligen, darunter die DFL-eigene „Virtuelle Bundesliga“

Interessant: Wer die E-Sport-Rechte haben möchte, muss gleichzeitig das „Match-Simulation“-Paket erwerben – was ausschließt, dass Veranstalter wie die ESL eigene Formate auf Basis dieser Bundesliga-Lizenz auflegen.

Offen sind in diesem Zusammenhang die eigenen Ambitionen und Pläne der DFL: Die Liga hat im vergangenen Jahr eine ganze Reihe von eSport-Marken angemeldet, die auf hauseigene Liga hindeuten – darunter „eBundesliga“, „iBundesliga“ und „DFL Virtuelle Bundesliga“ (mehr dazu in diesem Beitrag).

Aus der offiziellen Ankündigung geht nicht hervor, ob diese Pakete künftig exklusiv oder teil-exklusiv vergeben werden. Übersetzt: ob zum Beispiel neben Electronic Arts auch Konami („Pro Evolution Soccer“) die Bundesliga-Lizenz für ein „PES 2019“ einsetzen könnte. Bislang unterhält Konami separate Vereinbarungen mit einzelnen Vereinen wie Borussia Dortmund – die meisten anderen Teams und Spieler tragen Fantasienamen.

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