
2025 lief es richtig gut für die Koelnmesse – mit Blick auf 2026 warnt Koelnmesse-Chef Gerald Böse vor einem „herausfordernden Geschäftsjahr“.
450 Mio. € Umsatz, ein Konzern-Ergebnis von 60 Mio. €, dazu 2,5 Mio. Gäste aus über 200 Ländern und ein wachsendes Auslands-Geschäft: Die vorläufigen Zahlen der Koelnmesse zeugen von einem ausgesprochen erfolgreichen Jahr 2025.
Als Glücksfall hat sich insbesondere das neueröffnete Konferenzzentrum Confex erwiesen, das seit 2024 unter anderem die Gamescom-Entwickler-Konferenz Devcom (ab 2026: Gamescom Dev) beherbergt.
In Summe haben die Kölner 79 Veranstaltungen ausgerichtet, davon 57 Eigenveranstaltungen – darunter Weltleitmessen wie die Lebensmittelmesse Anuga oder die Gamescom, die im August 2025 mehr als 357.000 Besucher anlockte und damit Platz 4 der größten Messen des Landes belegte.
Zusätzliches Potenzial sieht die Koelnmesse insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum: Weitere Tochtergesellschaften und Kooperationen sollen für Wachstum sorgen.
Koelnmesse plant Neubau der Konzernzentrale
Sorgen bereitet die ausbleibende Erholung der Konjunktur in Deutschland, die insbesondere den Mittelstand vor massive Probleme stellt. Auch gestiegene Kosten plus die geopolitischen Spannungen bremsen die Konsum- und Investitionslaune aus.
Messechef Böse spricht von einem „der schwierigsten Marktumfelder der vergangenen Jahrzehnte“ und mahnt zu gezieltem Einsatz der Ressourcen, der auch die Sanierung der Hallen umfasst. Gerade die Maßnahmen mit Blick auf Energie-Effizienz zahlen sich aus: So hat die Koelnmesse im vergangenen Jahr die Photovoltaik-Flächen auf über 20.000 Quadratmeter ausgebaut. Parallel laufen die Vorbereitungen für die vollständige Umstellung auf Erdwärme.
Neuigkeiten gibt es auch vom Dauerbrenner-Thema ‚Unternehmenszentrale‘: 2033 läuft der Mietvertrag für das in die Jahre gekommene ‚Messehochhaus‘ am Eingang Nord aus – bis dahin soll ein anstelle der Halle 3 neues Multifunktionsgebäude entstehen inklusive Food Court, Pressezentrum. Böse verspricht sich vom Neubau auch eine Verbesserung der Eingangs-Situation für Gäste am Eingang Süd, die mit ICE, Regionalbahn oder S-Bahn anreisen. Die Investitionskosten von rund 193 Mio. € will die Koelnmesse aus eigenen Mitteln bestreiten.
Für 2026 sind gleich mehrere Games-Veranstaltungen auf dem Kölner Messegelände geplant: Die Gamescom LAN steigt vom 20. bis 22. März – am 24. August beginnt die Gamescom-Woche, die von einer Vielzahl an Events und Kongressen begleitet wird. (pf)












