
Nach Electronic Arts kommt es möglicherweise zu einer weiteren XXL-Übernahme: Reuters berichtet über Verhandlungen zwischen Unity und Saudi-Arabien.
Kaum zeigen sich die ersten Tiefausläufer der 55-Mrd.-$-Akquisition des US-Publishers Electronic Arts (Battlefield 6, EA Sports FC), gibt es Berichte über eine weitere Transaktion mit potenziell weitreichenden Folgen für die Games-Industrie.
Laut einer Exklusiv-Recherche von Reuters (hinter Paywall) befindet sich das Management von Unity Software in Verhandlungen mit einem Konsortium, bestehend aus der Investment-Firma Silver Lake Partners und dem saudischen Staatsfonds PIF. Im Raum steht ein Paket über 25 Mrd. $. An der Börse wird das Unternehmen derzeit mit rund 22 Mrd. $ bewertet.
Die Meldungen über eine mögliche Übernahme haben zusammen mit guten Quartalszahlen zu einem deutlichen Kurs-Anstieg geführt: Zu Monatsbeginn kostete die Unity-Aktie unter 40 $ – inzwischen steht das Papier kurz vor 50 $.
Die Übernahme ist laut Reuters eines von mehreren Szenarien, mit denen sich die Gremien von Unity auseinandersetzen – denkbar ist auch, dass der Deal nicht zustande kommt oder eine andere Lösung favorisiert wird. Silver Lake Partners ist schon jetzt der größte Anteilseigner bei Unity und hält rund 8 Prozent.
Medienbericht: Saudi-Arabien verhandelt mit Unity
Unity zählt neben Epic Games (Unreal Engine) zu den marktführenden Anbietern von Game-Engines, mit denen sich Spiele entwickeln lassen. Die Software ist auch hierzulande weit verbreitet und insbesondere bei Indie-Studios beliebt.
Via Public Investment Fund (PIF) und der Savvy Games Group hat sich Saudi-Arabien in den vergangenen Jahren an einer Vielzahl kleiner und großer Unternehmen beteiligt. Ein Schwerpunkt: Games und E-Sport.
Abseits der Übernahmen von Electronic Arts, Scopely (Monopoly Go!) und dem E-Sport-Veranstalter ESL Faceit Group hält das Königreich unter anderem Anteile an Nintendo, Capcom, Embracer, Bandai Namco Entertainment und am GTA 6-Publisher Take-Two Interactive.











