Start Wirtschaft Xbox-Umbau belastet Microsoft-Fabelzahlen

Xbox-Umbau belastet Microsoft-Fabelzahlen

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Asha Sharma, seit Februar 2026 Executive Vice President und CEO Microsoft Gaming
Asha Sharma, seit Februar 2026 Executive Vice President und CEO Microsoft Gaming

„Noch sehr viel Arbeit“ liegt laut Asha Sharma vor Microsoft Xbox: Das Gaming-Segment muss Kosten senken – und soll gleichzeitig wachsen.

Inmitten von immer neuen Umsatz- und Rendite-Rekordmarken im Cloud- und KI-Sektor steht das Gaming-Business von Microsoft weiter unter erheblichem Druck. Im Vergleich zum Vorjahres-Quartal sinken die Umsätze mit Xbox-Konsolen und -Zubehör um 14 Prozent; das Segment Content & Services, das auch den Game Pass umfasst, tritt mit einem Minus von 2 Prozent auf der Stelle.

Zur Entwicklung der Abonnenten-Zahlen macht Microsoft weiterhin keine Angaben: 2024 lag der Wert bei rund 34 Millionen Abos. Seitdem wurde die Tarif-Struktur mehrfach überarbeitet: Die Preise sind spürbar gestiegen – gleichzeitig sind konzern-eigene Neuheiten nicht mehr serienmäßig direkt zum Launch inklusive. Call of Duty wurde aus dem Flatrate-Katalog herausgelöst: Die jeweils neueste Version des Shooters wird nun separat verkauft.

Xbox-Umbau belastet Microsoft-Fabelzahlen

Die Xbox-Sparte unter der neuen CEO Asha Sharma tritt weiter auf die Kostenbremse und trennt sich von Studios und Mitarbeitern. In der Branche rechnet man mit einem weiteren Stellenabbau in den kommenden Monaten. Konzern-übergreifend läuft derzeit ein Abfindungs-Programm: 60.000 Beschäftigte – also rund jeder vierte Angestellte – sollen das Unternehmen per ‚Goldenem Handschlag‘ verlassen.

Durch die neuen Zahlen sieht sich Sharma im Kurs bestätigt: Die Umsätze sinken langsamer, die Margen steigen behutsam. Die Dauerbrenner Minecraft und World of WarCraft (via WoW Forever) hätten Rekorde aufgestellt – Call of Duty: Modern Warfare 4 (seit 23.10. auf dem Markt) habe die besten Wertungen seit mehr als einem Jahrzehnt eingefahren.

Anders als Mitbewerber Sony PlayStation kann Microsoft nicht von der GTA 6-getriebenen Nachfrage nach Spielkonsolen profitieren. Die Managerin macht dafür vertriebliche Probleme verantwortlich – die Nachfrage sei viel größer als das Angebot. Die Lage lindern soll eine Ausweitung des Refurbishment-Programms lindern: Gebraucht-Konsolen gelangen generalüberholt wieder auf den Markt.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Nach mehreren Preiserhöhungen sind fabrikfrische Xbox-Konsolen nicht nur extrem selten, sondern auch extrem teuer.

Auch für das Weihnachts-Quartal geht Finanz-Chefin Amy Hood von einem weiteren Rückgang im Hardware-Bereich aus, während es bei Games- und Game-Pass-Umsätzen leichte Zuwächse geben soll. Asha Sharma: „Wir machen Fortschritte, aber es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns.“

Für das zurückliegende Quartal (Juli bis September) meldet Microsoft Einnahmen von mehr als 92,3 Mrd. $ (+ 19 %) und einen Nettogewinn von 33,6 Mrd. $ (+ 32 %). Damit übertrifft Microsoft die Analysten-Prognosen deutlich. Allein in den letzten sechs Monaten hat die Aktie um mehr als 25 Prozent zugelegt.

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