600.000 € investiert das Bundesforschungsministerium in die Thera Bytes GmbH, die sich mit dem Taktik-Shooter EVAC neu aufstellt.
Im oberbayerischen Schäftlarn – vor den Toren Münchens und unweit des Starnberger Sees – entsteht derzeit ein PC-Koop-Multiplayer-Taktik-Shooter auf Basis der Unreal Engine 5 mit dem Codenamen EVAC, der auf Realismus und „State-of-the-Art-Gunplay“ setzt. Schauplatz ist die NATO-Ostflanke in einem fiktiven 2036.
Parallel sucht das Team nach einem Publishing-Partner, der das Projekt vermarktet und vertreibt.
EVAC markiert einen Restart für das Indie-Studio Thera Bytes, das sich mit dem Genre-Wechsel quasi selbst neu erfindet – organisatorisch, inhaltlich, strategisch. Um die Kostenstruktur überschaubar zu halten, setzt das achtköpfige Studio auf einen Remote-Ansatz.
Zur Finanzierung trägt das Bundes-Forschungsministerium bei, das im März exakt 601.923 € für die Thera-Bytes-Tochter SimLand bewilligt hat (laufend aktualisierte Übersicht). Der FFF Bayern hat zuvor 120.000 € in die Pre-Production investiert.

Thera Bytes baut Taktik-Shooter EVAC mit 600.000 € vom Bund
Ursprünglich hat Thera Bytes einen Serious-Games-Ansatz (‚Turning Play Into Health‘) verfolgt, was auch den Firmennamen erklärt. Der Schwerpunkt hat sich mit Aufbau-Titeln wie Zombie Cure Lab klar in den Entertainment-Sektor verlagert.
Thera Bytes-Geschäftsführer Thorsten Feldmann: „Wir haben unsere Strukturen neu geordnet und unseren Fokus klar geschärft. Wir zielen dabei auf kooperative
Multiplayer-Spiele für Zielgruppen im Core- als auch Casual Games Segment. Ideen werden in Kernmechaniken übersetzt und als Prototyp getestet, ehe wir in ein Spiel investieren. Bei EVAC steht daher Gunplay und ein Advanced Injury Model im Zentrum unserer Arbeit.“
Den technischen Part des Studios verantwortet seit Mitte 2025 der Chief Technology Officer und Mitgesellschafter Kreshnik Halili: „Ich bin nicht der typische Tech-Guy, vertraue meiner Intuition und entscheide sehr viel aus dem Bauch heraus. Wir arbeiten iterativ und legen sehr viel Wert darauf, keine technischen Bottlenecks zu erzeugen, um die Entwicklungsgeschwindigkeit über die gesamte Projektlaufzeit hinaus aufrecht zu erhalten.“
Shooter made in Germany sind vergleichsweise selten – erst recht aus Bayern. Das Genre-Epizentrum befindet sich in Frankfurt am Main, wo unter anderem der Dauerbrenner Hunt: Showdown (Crytek) und Off the Grid (Gunzilla Games) entstehen. Die Ubisoft-Studios in Berlin und Düsseldorf sind außerdem in die Entwicklung von Rainbow Six: Siege eingebunden.

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