
Via Gamevestor sollen auch Privatleute gezielt in Games-Ideen investieren können – auch für Studios ergeben sich neue Spielräume.
Das französische Startup Gamevestor mit Sitz in Annecy hat eine Finanzierungsrunde im Volumen von 1 Mio. € abgeschlossen. Mit dem Kapital sollen Aufbau und Markteinführung einer Crowdinvesting-Plattform für die Games-Industrie finanziert werden. Der Launch ist für Anfang 2026 geplant.
Die Idee: Privatpersonen und Unternehmen können gleichermaßen in vielversprechende Projekte investieren und – im Erfolgsfall – an den Gewinnen partizipieren. Die Plattform ist seitens der Finanzmarkt-Aufsicht AMF für die gesamte EU zugelassen – somit können auch Investoren aus Deutschland und Österreich aktiv werden.
Die Spielregeln sind klar: No hardware. No crypto. No platforms. Just games.
Für Studios ergibt sich dadurch eine zusätzliche Finanzierungs-Option, zusätzlich zu Kickstarter, Indiegogo oder Fördermitteln. Gleichzeitig kann die Unabhängigkeit gewahrt bleiben, die gerade Startups und Indie-Studios wichtig ist.
Kleiner Haken: Das fertige Spiel bekommen die Investoren nicht – aus rechtlichen Gründen, wie das FAQ einräumt.
Gamevestor baut Crowdinvestment-Plattform für Videospiele
Die Gamevestor-Nutzer sollen durch ein „robustes Rahmenwerk“ vor allzu großen Risiken und Nebenwirkungen bewahrt werden: Jedes eingereichte Projekt wird von einem Gremium anhand klarer Kriterien (kommerzielles Potenzial, Machbarkeit, Finanzierungsbedarf etc.) geprüft. Die eingesammelten Mittel werden entlang von branchenüblichen Meilensteinen freigeschaltet – werden Ziele nicht erreicht, sind Teilerstattungen vorgesehen.
Hinter Gamevestor stecken Gründer mit langer Industrie-Erfahrung: Ivan Marchand stand bei Electronic Arts und Google unter Vertrag – Arthur Van Clap bei Ubisoft. Unterstützung kommt außerdem von Investoren aus dem Kreativ- und Finanzsektor, darunter Business Angels und große Fonds wie ForsVC und LeanSquare. Auch die französische Investitionsbank BPI ist involviert.
Marchand und Van Clap möchten die Plattform als „positive Kraft in der Branche“ verstanden wissen: „Es ist unerlässlich, unabhängigen Studios in Europa neue Finanzierungsmöglichkeiten zu bieten, die ihre kreative Freiheit bewahren und
den Spielern gleichzeitig eine völlig neue Möglichkeit bieten, sich mit den Spielen, die sie lieben, auseinanderzusetzen.“ (pf)










