
In den Wochen vor der Bescherung haben sich weniger Kunden für eine PlayStation 5 entschieden als noch 2024. Die Hardware-Delle wird durch die Software ausgeglichen.
Fünf Jahre nach Launch der PlayStation 5 flacht sich die Nachfrage erkennbar ab – trotz massiver Black-Friday-Rabatte von 100 bis 150 € pro Gerät. Im Weihnachtsgeschäft (Oktober bis Dezember) hat Sony 8 Millionen PS-Konsolen verkauft; im entsprechenden Vorjahres-Zeitraum waren es noch 9,5 Mio. Einheiten.
Seit Markteinführung im November 2020 hat der japanische Konsolenhersteller somit 92,2 Mio. PS5-Modelle ausgeliefert.
Die geringeren Stückzahlen führen in der Game & Network Services-Sparte zu einem leichten Umsatz-Rückgang von 4 Prozent auf 1,613 Billionen Yen (8,6 Mrd. €). Unterm Strich hat das PlayStation-Segment trotzdem deutlich besser verdient: Die Network Services (PlayStation Plus), vorteilhafte Währungs-Effekte und stabile Software-Verkäufe wirkten sich positiv aus.
Konzerneigene Neuheiten wie Ghost of Yōtei plus externe Blockbuster (u. a. Battlefield 6, EA Sports FC 26) erklären den gestiegenen Absatz von 97 Mio. Spielen (Vorjahresquartal: 95,9 Mio.). Die Digital Download-Quote liegt bei 76 % – nur noch eines von vier PlayStation-Games wird somit als Disc erworben.
Ein Lichtblick: In den zurückliegenden Wintermonaten ist die Spiel-Aktivität saisonal gestiegen. Ein wichtiger Indikator sind die monatlich aktiven User (MAU): Der Wert steigt von 119 Mio. auf 132 Mio. und liegt damit leicht über dem Niveau von 2024 (129 Mio.).
Die PlayStation-Sparte und ein florierendes Musik-Business (Streaming, Merchandise, Konzerte) trugen dazu bei, dass der Unterhaltungselektronik-Konzern im 3. Quartal des Geschäftsjahrs den operativen Gewinn um 22 Prozent steigern konnte. Für das Gesamt-Geschäftsjahr, das im März endet, hat das Management die Prognosen daher leicht angehoben.
Als Unsicherheitsfaktoren für die kommenden Monate gelten steigende Preise für Speicher-Chips, was sich nachteilig auf Produktionskosten von Konsolen, Smartphones und Laptops auswirkt. Die Sorge vor sinkenden Margen hatten in den vergangenen Tagen bereits den Nintendo-Kurs massiv belastet. Auch die Sony-Aktie steht weiter unter Druck: Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 15 Prozent eingebüßt. (pf)











