In letzter Minute haben die Rennsport-Macher eine Ausfahrt genommen: Der Vertrag mit dem insolventen Publisher Nacon wurde aufgelöst.
Noch lässt sich nur erahnen, welche gravierenden Auswirkungen sich aus dem Insolvenzantrag des französischen Spiele- und Zubehör-Herstellers Nacon in den kommenden Wochen ergeben. Die Unwucht beim Mutterkonzern Bigben Interactive hatte zur Folge, dass die Aktie seit vergangener Woche nicht an der Euronext Paris handelbar ist. Daran wird sich bis auf Weiteres nichts ändern. Sowohl die mehr als 1.000 Beschäftigten als auch Geschäftspartner hoffen darauf, dass die Verhandlungen mit Gläubigern und Banken zu einem positiven Ergebnis führen.
Im Falle des SimRacing-Titels Rennsport gibt es bereits Entscheidungen: Zum 20. Februar hat die Münchener Competition Company GmbH das Publishing-Abkommen für die Konsolen-Fassungen aufgelöst – und zwar „in gegenseitigem Einvernehmen“, wie es in einer offiziellen Stellungnahme heißt. An das Nacon-Team richtet das Studio einen großen Dank für die bisherigen Zusammenarbeit.
Künftig werden die Münchener selbst das Publishing der PlayStation- und Xbox-Versionen in die Hand nehmen. Der Übergang ist für Ende März geplant.
Rennsport: Competition Company löst Vertrag mit Nacon
Rennsport ist seit dem 10. November 2025 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S auf dem Markt – Zielgruppe sind ambitionierte Motorsport- und SimRacing-Fans. Noch läuft nicht alles rund: Kritik gab es insbesondere mit Blick auf die dünnen Inhalte, die überzogene Monetarisierung per Spielwährung und die Gegner-KI im Einzelspielermodus.
Beim ‚Rennsport Summit‘ in der Motorworld München hat das Entwicklerteam in dieser Woche die üppige Roadmap für die kommenden Monate gegenüber Content Creatorn und Medien vorgestellt. Vorgesehen sind unter anderem zusätzliche Fahrzeuge und neue Strecken, darunter der Klassiker Le Mans – Vieles per kostenlosem Update. Die KI-Fahrer sollen intelligenter und ‚menschlicher‘ werden.
Auch beim Preismodell wird nachgesteuert. Der Listenpreis der Deluxe Edition sinkt von 69,99 € auf 38,49 € – mehrere DLCs sind serienmäßig inklusive. Wer die Simulation in den vergangenen Wochen erworben hat, erhält digitale Extras.













