Start Politik EGDF-Präsident Lesser: „It’s time to stand up“

EGDF-Präsident Lesser: „It’s time to stand up“

0
Hendrik Lesser ist Präsident der European Games Developer Federation (EGDF)
Hendrik Lesser ist Präsident der European Games Developer Federation (EGDF)

Wie kann Europas Games-Industrie vor dem Hintergrund tektonischer Verschiebungen bestehen? EGDF-Präsident Hendrik Lesser plädiert dafür, einen eigenen europäischen Weg einzuschlagen.

„We are not survivors – we are fighters“: Mit diesen martialischen Worten beschreibt Hendrik Lesser den Status der europäischen Games-Industrie zum Auftakt der Saison 2026. In seiner Funktion als Präsident der European Games Developer Federation (EGDF) ruft er die Studios dazu auf, selbstbewusst die Herausforderungen anzunehmen, mit denen sich die Branche konfrontiert sieht.

Das Jahr 2025 habe ermutigende Signale für Europas Entwickler geliefert: Das von einem vergleichsweise kleinen Team in Frankreich produzierte Clair Obscur: Expedition 33 hat Preise abgeräumt und Fanherzen gewonnen – die schwedische Games-Industrie konnte mit ARC Raiders, Battlefield 6, Indiana Jones und der Große Kreis, Peak und Split Fiction enorme kommerzielle Erfolge vorweisen.

In die Abteilung „Gegenwind“ fallen Faktoren wie Währungsrisiken, Regulierung und Einschnitte bei Förderprogrammen. Die größten Veränderungen ergeben sich durch Künstliche Intelligenz – von generativer KI (Grafik, Sound) über Coding AI bis hin zu Management AI, die Teams und Projekte steuert. Der Mensch müsse in allen Fällen die Richtung vorgeben, so Lesser.

An die Politik richtet der Unternehmer die Forderung, dass sie die europäischen Spiele-Entwickler unterstützt und für fairen Wettbewerb sorgt. Games seien nicht nur Unterhaltung, sondern vereinen Kultur und Technologie.

Im Hauptberuf führt Hendrik Lesser die Geschäfte von Remote Control Productions in München, das unter anderem an Chimera Entertainment (Songs of Silence) und an Stillalive Studios (Bus Bound) in Innsbruck beteiligt ist.