Unschöne Bescherung zum Start der heißen Phase des Weihnachtsgeschäfts: Amazon.de erhöht die Versandkosten für Nicht-Prime-Kunden deutlich.

Die GamesWirtschaft-Nachrichten vom 1. Dezember 2016: Amazon, GAME Bundesverband, Games-Netzwerke

Amazon erhöht Versandkosten für Nicht-Prime-Kunden

[no_toc]Heimlich, still und leise hat Amazon.de die Versandkosten in einigen Kategorien erheblich erhöht – was vor allem jene trifft, die viele Einzelbestellungen durchführen und nicht Mitglied von Amazon Prime sind.

Der Buchversand bleibt grundsätzlich kostenlos. Die Versandkosten entfallen ebenfalls bei allen Bestellungen mit einem Warenwert ab 29 Euro. Der Standardversand von Bekleidung, Drogerie-Artikel und Medien-Produkten (Software, Spielkonsolen, DVDs, Blurays, Games) bleibt bei 3 Euro, in den meisten anderen Produktkategorien liegt er nun bei 3,99 Euro.

Der Premium-Versand kostete bisher 6 Euro und wird nun mit 7,99 Euro berechnet. Last-Minute-Kunden werden besonders stark zur Kasse gebeten: Der Morning-Express-Tarif wurde auf 13,99 Euro festgesetzt, bislang waren es 9,99 Euro – also ein Aufschlag von 4 Euro.

Anfang November hatte der Online-Händler eine Erhöhung des Amazon Prime-Jahrespreises von 49 auf 69 Euro angekündigt, die ab 1. Februar 2017 greift. Neu im Angebot sind darüber hinaus Monats-Abos für 8,99 Euro.

Die konkreten Kosten für alle Versandarten sind auf der Amazon-Website einzusehen.

Wer Amazon Prime ausprobieren möchte, kann dazu die Vorweihnachtszeit nutzen: Amazon bietet eine 30tägige, kostenlose Test-Mitgliedschaft an.

GAME Bundesverband: Geschäftsführer Thorsten Unger tritt überraschend zurück

Die Personalie des Tages kommt aus Berlin: Der Geschäftsführer des GAME Bundesverbands legt sein Amt nieder – Thorsten Unger will sich wieder seinen eigenen Unternehmungen widmen.

Ungers Aufgaben sollen auf mehrere Schultern verteilt werden, einen unmittelbaren Nachfolger auf dem Geschäftsführersessel wird es nicht geben. GAME-Vorstands-Chef Stefan Marcinek muss somit nicht nur den Start seiner neuen Firma stemmen, sondern sich auch gleichzeitig darum kümmern, dass der GAME handlungsfähig bleibt. In den kommenden Wochen stehen unter anderem Verhandlungen um die Fortführung des Deutschen Computerspielpreises an, zudem will der GAME ein eigenes Fördermodell vorstellen.

In exakt einer Woche – am 8. Dezember – treffen sich die GAME-Mitglieder zu einer turnusmäßigen Mitgliederversammlung in Köln. Dort will der Vorstand die Pläne für eine Umstrukturierung des Verbands präsentieren.

Games-Netzwerke vereinbaren engere Zusammenarbeit

Die föderale Kleinstaaterei zumindest ein Stückweit hinter sich lassen – das ist das Ziel des neuen Games-Netzwerkes, zu dem sich acht regionale Initiativen zusammengeschlossen haben.

Zum Start sind unter anderem Nordmedia (Niedersachsen/Bremen), Games/Bavaria, games:net Berlin-Brandenburg und GameCity:Hamburg dabei.

Für die „German Area“ auf der Gamescom 2017 wird ein gemeinschaftlicher Auftritt angepeilt, der die Bandbreite der Projekte deutlicher zutage treten lässt.