
In sechs Wochen startet die Gamescom 2025 – und auch in diesem Jahr kann die Koelnmesse manchen Besucher-Wunsch in die Tat umsetzen.
Wie lässt sich der Gamescom-Aufenthalt verbessern? Was läuft gut – wo drückt der Schuh? Diese Frage stellt GamesWirtschaft regelmäßig im Nachgang zur Kölner Spielemesse. Ende August 2024 kam erneut eine lange Liste zusammen – mit sehr konkreten Fragen, validen Kritikpunkten und vor allem: konstruktiven Vorschlägen.
Im Vorfeld der Gamescom 2025 (20. bis 24. August) gingen die am häufigsten genannten Anliegen gebündelt an die Koelnmesse – die nun ausführlich geantwortet hat. Spoiler: Nicht jede Wäre-doch-ganz-schön-Idee lässt sich in die Praxis überführen. Doch an der einen oder anderen Stelle ist spürbar, dass Anregungen nach und nach aufgegriffen werden.
Dass Öffentlichkeit durchaus wirkt, zeigt etwa das Beispiel „Kleinkind-Betreuung für Fachbesucherinnen“: Nach lauter Kritik haben die Veranstalter ihren Widerstand aufgegeben und tatsächlich eine praktikable Lösung gefunden, die ab 2025 gilt – geht doch.

Falls Sie einen Gamescom-Besuch in Köln planen: Tickets sind weiterhin für alle Messetage erhältlich – allerdings wie gewohnt nur online und nur im Vorverkauf (siehe auch dieses FAQ). Auf GamesWirtschaft finden Sie täglich aktualisierte Informationen zu Ausstellern, Spielen, Hallen-Aufteilung und Events wie dem Gamescom Congress, zur Devcom und zur Opening Night Live (ONL). Wer sich einen Überblick verschaffen möchte: Dieses FAQ beantwortet die grundlegenden Fragen zur Messe.
Gamescom 2025: Diese Verbesserungen erwarten die Besucher
Signing Area
Die Lage: Per Buchungs-System konnten Fans erstmals Termine für Meet & Greets mit ihren Lieblings-YouTubern, -Streamern und -TikTok-Stars buchen. Sowohl das Online-System selbst auch die Abwicklung in der separaten ‚Signing Area‘ führten allerdings zu viel Frust.
Das sagt die Koelnmesse: Die Gamescom-Veranstalter halten grundsätzlich am Vergabe-System fest. Das Versprechen: Wer eines der vorab buchbaren Gratis-Tickets ergattert, dem wird das Treffen garantiert.
Was wenige wissen: Über die Zahl der freigeschalteten Tickets für die Signing Area-Sessions entscheiden die Content Creator und deren Agenturen. Die Erfahrungswerte des Jahres 2024 können nun in die Planung für 2025 einfließen – indem die Kontingente nach unten oder oben korrigiert werden, um möglichst viele Fans glücklich zu machen.
Wegen vieler Nachfragen: Zur Stunde gibt es nur ganz vereinzelte Indizien zu den Auftritten von Influencern auf der Gamescom 2025. Die traditionelle GamesWirtschaft-Liste fällt daher noch ausgesprochen kurz aus. Das wird sich aber spätestens ab Anfang August ändern, wenn die Aussteller ihre Bühnenprogramme kommunizieren.

Rückstau bei Hallen-Öffnung
Die Lage: Bereits Stunden vor Hallen-Öffnung bildet sich im Außenbereich ein enormer Rückstau mit dichtem Gedränge – gerade am Eingang Süd (Nähe Messe-Bahnhof Köln-Deutz) und am Eingang Nord.
Das sagt die Koelnmesse: Bei Großveranstaltungen wie der Gamescom sind Wartezeiten kaum vermeidbar – auch bedingt durch Security- und Ticket-Kontrollen. Zur weiteren Beschleunigung des Verfahrens sind die Altersbändchen in diesem Jahr bereits ab 6:30 Uhr – also lange vor dem Messe-Start um 9 Uhr beziehungsweise 10 Uhr – erhältlich.
Die Koelnmesse hat außerdem spezifische Zutrittsbereiche für einzelne Besuchergruppen geschaffen, etwa Aussteller, Fachbesucher, Medienvertreter und Endverbraucher.
Beschilderung und Navigation
Die Lage: Die Lage: Ein-, Aus- und Übergänge sind unklar oder gar nicht ausgeschildert – zudem kommt es gerade bei großem Andrang zu einer unangekündigten Umleitung von Besucherströmen, oft über das Außengelände.
Das sagt die Koelnmesse: Die berüchtigten Flatterband-Umleitungen dienen vor allem dazu, den Besucherstrom aufrecht zu erhalten und Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Diese Prozesse werden von Jahr zu Jahr nachgesteuert.
Neu in diesem Jahr: ein „digitaler Standortfinder“, der in Echtzeit den aktuellen Ort, umliegende Ein- und Ausgänge sowie vorgemerkte Aussteller zeigt. Der Zugriff erfolgt über die Gamescom-Website.
Darüber hinaus will die Koelnmesse auch analog für verbesserte Wegeführung sorgen – etwa Banner-Platzierungen und Fensterbeklebungen, die zum Beispiel den Weg zur Event Arena (Halle 1) weisen.
Sicherheitskontrollen
Die Lage: Bei Großveranstaltungen gibt es weiterhin ein latentes Sicherheits-Risiko. Gleichwohl finden Eingangs-Kontrollen gerade bei großem Andrang vielfach nur oberflächlich statt – teils wurden Gamescom-Besucher durchgewunken.
Das sagt die Koelnmesse: Die Sicherheit der Besucher hat für jeden Veranstalter (egal ob Dorf-Kirmes oder Champions-League-Finale) naturgemäß höchste Sicherheit – diesen Anspruch formuliert auch die Koelnmesse.
Daher seien bereits seit Jahren Detektoren an den Halleneingängen im Einsatz. Das Sicherheitspersonal überprüft außerdem anlassfrei und stichprobenartig auch jene Gepäckstücke, die kein Signal auslösen.
Sehr grundsätzlich sind die Besucher aufgefordert, nur das Nötigste an Gepäck mit auf das Gelände zu bringen. Für Cosplayer und Cosplayerinnen gelten traditionell strenge Regeln mit Blick auf ‚Waffen‘ und Requisiten, die in diesem Jahr noch erweitert werden sollen.
Zu den Details des Sicherheitskonzepts, das auch mit Polizei und Behörden abgestimmt und regelmäßig nachgeschärft wird, wollen sich die Veranstalter nachvollziehbarerweise nicht äußern.
Spectator Areas
Die Lage: Viele Besucher wollen ’nur‘ anderen beim Spielen zuschauen – und sich nicht selbst in die Warteschlangen einreihen. Eine Option: mehr Zuschauer-Bereiche (‚Spectator Areas‘).
Das sagt die Koelnmesse: Die Gestaltung der Stände obliegt allein den Ausstellern. Eine generelle Vorgabe sei daher nicht sinnvoll. Gleichwohl würden die Unternehmen und Dienstleister auf solche Varianten hingewiesen, um ein Bewusstsein für ein entsprechendes ‚Upgrade‘ gegenüber reinen Spielstationen zu schaffen.
Trinkwasser
Die Lage: Egal ob Oktoberfest, Festival oder Buchmesse: Immer mehr Veranstalter bieten kostenloses Trinkwasser zum Nachfüllen an. Wann folgt die Gamescom?
Das sagt die Koelnmesse: Für die Gamescom 2025 gibt es keine konkreten Pläne.
In der Vergangenheit wurden immer mal wieder kostenlose Mineralwasser-Proben an den Eingängen ausgegeben. Möglicherweise findet sich ja auch diesmal wieder ein großzügiger Sponsor.
Sitzgelegenheiten
Die Lage: Lange Messetage strapazieren gerade Kinder, Familien und Besucher mit körperlichen Einschränkungen. Wird es in diesem Jahr mehr Sitz-Gelegenheiten geben – inklusive Sonnen-/Regenschutz auf den Freiflächen?
Das sagt die Koelnmesse: In Köln gibt es Verständnis für den Wunsch nach mehr Sitzgelegenheiten – im Vorjahr seien bereits neue Möglichkeiten geschaffen worden. Für 2025 werden weitere Optionen für Ruhe-Orte geprüft.
Aber: Mit Blick auf Sicherheitsbestimmungen (Stichworte: Brandschutz, Fluchtwege) lässt sich Mobiliar nicht unbegrenzt aufstellen.
Ein gar nicht mal so geheimer Geheimtipp bleibt die Retro & Family Area in Halle 10, die mehr Platz und vor allem eine deutlich geringere Lautstärke aufweist.
Barrierefreiheit
Die Lage: In den vergangenen Jahren ist Einiges im Bereich Barrierefreiheit passiert – mittlerweile gibt es verbindliche Vorgaben für den Standbau. Wie lauten die Pläne für 2025?
Das sagt die Koelnmesse: Die Regelungen des Jahres 2024 hätten sich bewährt – daher werden sie zur Gamescom 2025 fortgeführt.
Tipp für alle, die sich für einen barrierefreien Aufenthalt interessieren: Auf der Gamescom-Website gibt es herunterladbare Broschüren und Übersichtspläne, die beispielsweise über Aufzüge, Behinderten-WCs, Sanitätsstationen und Sonderparkplätze informieren.












Gerade als jemand der schon öfter als Cosplayer auf der Messe war und auch Kontakt zu vielen Cosplayern hat … finde ich es besorgniserregend zu lesen, dass die Regeln für Requisiten und der Waffen noch weiter verschärft werden sollen. Das Herstellen erfordert viel Aufwand und Zeit. Vielen der Kollegen als auch mir sind bei viel zu ruppigen Kontrollen bereits Propst kaputt gegangen wo dann auch das wirklich hilfreiche Cospital in der entsprechenden Halle nicht mehr viel Tun kann.
das Kontrollieren ist natürlich an sich okay. Aber das Sicherheitspersonal zum Teil nicht darauf geschult die teils empfindlichen Propst zu beurteilen… Anstelle es den Cosplayern noch schwerer zu machen hätte ich einen speziellen Eingang mit geschultem Personal besser gefunden. Als mit typischer Verbot Politik, sowas führte vor uin den 2010ern schonmal zu einem stillen Protest.
man sollte nicht vergessen dass Cosplayer auch einen wichtigen Teil zu der Messe beitragen.
Zum Verständnis: Gab / Gibt es nicht spezielle Zugänge für Cosplayer mit geschultem Personal, das mit Schaumstoff-‚Waffen‘ und XXL-Flügeln umzugehen weiß?
Vielleicht mit bem Cosplay auf ne Messe gehen, bei der es angebracht ist, statt auf die eh schon überfüllte GamesCom und dann dort für noch mehr Störungen im Bewegungsfluss sorgen?!
Etwas schade, dass die Kölnmesse einfach in allen Punkten die Zuständigkeit auf dritte schiebt oder Kritik nicht annimmt und halbherzig kommentiert.
Es wäre schön, wenn auf die Kritik, Bedenken & Wünsche mehr eingegangen wird oder man zumindest manche Probleme selbstkritisch erkennt.
wtf Trinkwasser für alle sollte ja wohl das natürlichste überhaupt sein! gerade bei den Temperaturen die wir aktuell haben!
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