
Ubisoft Mainz und Paintbucket Games gehen am 29. April als Favoriten ins Rennen um Trophäen und Preisgeld beim Deutschen Computerspielpreis 2026.
Beim Deutschen Entwicklerpreis im Dezember hat das Kölner Newcomer-Studio Neoludic bereits abgeräumt – in wenigen Wochen könnten weitere Auszeichnungen hinzukommen: Denn das Cozy-Spiel Tiny Bookshop ist für das ‚Beste Debüt‘ und für das ‚Beste deutsche Spiel‘ beim Deutschen Computerspielpreis (DCP) nominiert.
Die Konkurrenz ist ernst zu nehmen: Denn mit dem Aufbau-Strategiespiel Anno 117: Pax Romana und The Darkest Files treten in der Königsklasse zwei weitere Favoriten an. Ubisoft Mainz ist drei Mal nominiert – das Berliner Studio Paintbucket Games gar fünf Mal. Beide könnten ihre bestehende DCP-Titelsammlung ausbauen.
Auf vier Nominierungen kommt ByteRockers‘ Games, drei weitere Nominierungen gehen an Happy Broccoli Games. Die zwei Berliner Spiele-Entwickler sind zusammen mit dem Wiesbadener Spielehersteller Weltenbauer als ‚Studio des Jahres‘ nominiert.
Deutscher Computerspielpreis 2026: The Darkest Times und Anno 117 mehrfach nominiert
Im Vorfeld der Verleihung am 29. April in München haben die Ausrichter heute die Favoriten bekannt geben, für die sich Fach– und Hauptjurys entlang eines zweistufigen Verfahrens entschieden haben. Das Gesamtpreisgeld von 800.000 € stammt aus dem Etat von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU), die den Preis erstmals offiziell innerhalb der Bundesregierung verantwortet – zuvor war das Wirtschaftsministerium formal zuständig.
Bär freut sich insbesondere darüber, dass sich unter den Nominierten besonders viele Titel finden, die mit Mitteln der Games-Förderung des Bundes entstanden sind – darunter Anno 117, Ignite: Firefighting Simulator, The Berlin Apartment und Everspace 2: Wrath of the Ancients: „Die diesjährigen Nominierungen zeigen, dass die Bundesförderung wirkt und mehr als je zuvor qualitativ hochwertige Games in Deutschland entwickelt werden.“
Co-Ausrichter ist der Branchenverband Game. Dessen Geschäftsführer Felix Falk betont die große Bandbreite der Nominierungen: „Das unterstreicht einmal mehr: Im deutschen Games-Standort steckt großes Potenzial, zur Weltspitze der Games-Entwicklung zu gehören.“
Ganz ähnlich fällt das Fazit der Jury-Vorsitzenden Prof. Dr. Sabiha Ghellal (lehrt und forscht an der Hochschule der Medien Stuttgart) aus: „Wir sehen Spiele, die technologische Standards mutig weiterdenken, gesellschaftlich relevante Diskurse anstoßen und künstlerisch neue Wege gehen.“
Die Preisverleihung wird am 29. April live aus dem Herkulessaal der Münchener Residenz übertragen; an der Finanzierung dieser Gala beteiligt sich neben dem Bund auch das Bayerische Staatsministerium für Digitales. Kleiner Wermutstropfen aus Gastgeber-Sicht: Unter den Nominierten findet sich mit Ausnahme von Ruffy and the Riverside kein ‚Game made in Bavaria‘.
Noch bis zum 14. April darf das Publikum über den Sieger oder die Siegerin in der Kategorie „Spieler / Spielerin des Jahres“ abstimmen.
Deutscher Computerspielpreis 2026: Die Nominierten im Überblick
(Preisgeld in Klammern)
Bestes Deutsches Spiel (Platz 1: 100.000 € / Platz 2 + 3: je 30.000 €)
- Anno 117: Pax Romana (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
- The Darkest Files (Paintbucket Games)
- Tiny Bookshop (Neoludic games / Skystone Games)
Studio des Jahres (50.000 €)
- ByteRockers‘ Games
- Happy Broccoli Games
- Weltenbauer Software
Bestes Familienspiel (40.000 €)
- Flick Shot Rogues (Butter By The Fish / Noodlecake Studios)
- Oddsparks: An Automation Adventure (Massive Miniteam / HandyGames)
- Ruffy and the Riverside (Zockrates Laboratories / Phiphen Games)
Nachwuchspreis: Bestes Debüt (Platz 1: 60.000 € / Platz 2 + 3: 25.000 €)
- Causal Loop (Mirebound / Headup)
- Constance (Blue Backpack / ByteRockers’ Games)
- Tiny Bookshop (Neoludic Games / Skystone Games)
Nachwuchspreis: Bester Prototyp (Platz 1: 50.000 € / Platz 2 -5: 25.000 €)
- Burn With Me (Eva Manuilovich, Ivan Bushmin, Nikita Melnikov)
- Cards and Cannons (Anica Gritzki, Jennifer Seeber, Luca Schmidt, Lucas Thieme, Jan-Ivo Lattek, Julian Seidel / HTW Berlin / DE:HIVE)
- Garden Ink (Arne Jürgens, Sven Mehlhorn)
- Heart Drive (Jonas Pfeiffer / HAW Hamburg)
- UnderPressure (Aaliyah Schäfer, Romy Scherwat, Lea Eschlberger, Tim Richter, Fabius Sachs, Felina Westrich, Malvina Arakelian, Rosalie Stallmann / Hochschule Darmstadt)
Beste Innovation und Technologie (40.000 €)
- Anno 117: Pax Romana (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
- Firefighting Simulator: Ignite (Weltenbauer Software / Astragon Entertainment)
- How to God (Thoughtfish)
Bestes Audiodesign (40.000 €)
- Anno 117: Pax Romana (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
- Duck Detective: The Ghost of Glamping (Happy Broccoli Games)
- Everspace 2: Wrath of the Ancients (Rockfish Games)
Bestes Gamedesign (40.000 €)
- Slots & Daggers (Friedemann / Future Friends Games)
- Super Meat Boy 3D (Sluggerfly / Headup)
- The Darkest Files (Paintbucket Games)
Bestes Grafikdesign (40.000 €)
- Oddsparks: An Automation Adventure (Massive Miniteam / HandyGames)
- The Berlin Apartment (Blue Backpack / ByteRockers’ Games)
- The Darkest Files (Paintbucket Games)
Bestes Mobiles Spiel (40.000 €)
- Duck Detective: The Ghost of Glamping (Happy Broccoli Games)
- MicroMacro: Downtown Detective (Soft Boiled Games)
- Ponchorado (Seal Media)
Beste Story (40.000 €)
- PEPPERED (Mostly Games)
- The Berlin Apartment (Blue Backpack / ByteRockers’ Games)
- The Darkest Files (Paintbucket Games)
Bestes Serious Game (40.000 €)
- Pictures VR (Modest Minds)
- The Darkest Files (Paintbucket Games)
- Umfeld (Hochschule RheinMain)
Spieler / Spielerin des Jahres (Publikumspreis / undotiert)
- Copeylius
- Dennsen86
- Felikah
- JenNyan
Abstimmung noch bis zum 14. April auf der DCP-Website möglich.
Bestes Internationales Spiel (undotiert)
- Blue Prince (Dogubomb / Raw Fury)
- Clair Obscur: Expedition 33 (Sandfall Interactive / Kepler Interactive)
- Kingdome Come Deliverance 2 (Warhorse Studios / Plaion)












