Start Wirtschaft Ceconomy: Black Friday vermasselt Weihnachtsgeschäft von Media Markt und Saturn

Ceconomy: Black Friday vermasselt Weihnachtsgeschäft von Media Markt und Saturn

Deals, Deals, Deals: Der Media Markt Red Friday 2017 lockt mit spektakulären Angeboten (Foto: Media Markt).
Deals, Deals, Deals: Der Media Markt Red Friday 2017 lockt mit spektakulären Angeboten (Foto: Media Markt).

Trotz Wachstum im Onlinegeschäft und europaweiter Expansion meldet die börsennotierte Konzernmutter von Media Markt und Saturn gesunkene Erträge. Der Preiskampf rund um den Black Friday schlug direkt auf die Margen der Ceconomy AG durch und belastete auch das Weihnachtsgeschäft.

Mit einem Umsatz von mehr als 22 Milliarden Euro gehört Ceconomy zu den Schwergewichten der deutschen Einzelhandels-Landschaft. Neben Amazon gelten die Ceconomy-Sparten Saturn und Media Markt zu den wichtigsten Anbietern von Spielkonsolen, Videospielen und Gaming-Zubehör. Seit Juli 2017 ist die Aktiengesellschaft an der Börse notiert.

Für Markt und Anleger ist insbesondere das vierte Quartal des Kalenderjahrs 2017 spannend, weil das wichtige Weihnachtsgeschäft in diesen Zeitraum fällt.

Die Ceconomy-Zahlen fallen indes ernüchternd aus. So ist der Umsatz mit 6,9 Milliarden Euro gegenüber dem Weihnachtsquartal 2016 nur minimal gestiegen. Das EBIT von 258 Millionen Euro liegt rund 49 Millionen Euro niedriger als im Vorjahreszeitraum. Der Löwenanteil des Rückgangs ist den Märkten im deutschsprachigen Raum zuzuschreiben.

Ceconomy Quartalszahlen: Black Friday schlägt voll auf die Marge durch

Vorstands-Chef Pieter Haas spricht selbst von einem „Quartal der gemischten Gefühle“. Zwar habe die Rabattschlacht rund um den Black Friday dem Unternehmen den umsatzstärksten Tag in der MediaMarkt-Saturn-Geschichte beschert: Eine Viertelmilliarde Euro Umsatz entfiel alleine auf den 27. November 2017. Gleichzeitig seien die Dezember-Umsätze unter die Räder gekommen, weil sich das traditionelle Weihnachtsgeschäft in den November vorverlagert habe, was wiederum zu gestiegenen Lagerbeständen zum Jahresende führte.

Als weitere Ursache nennt Ceconomy die Restrukturierungsmaßnahmen in mehreren europäischen Ländern. Der Konzern reagiert mit Kosteneinsparungen, die ein Volumen von 30 Millionen Euro umfassen. Durch den Wegfall von negativen Einmal-Effekten – auch infolge des Börsengangs – will der Konzern die Ziele des Gesamtjahrs erreichen.

Minimal vorangekommen ist Ceconomy im Online-Geschäft: 11,7 Prozent des Konzern-Umsatzes entfällt mittlerweile auf die eCommerce-Portale, zu denen unter anderem der bekannte Versender Redcoon gehört. Die Quartalszahlen weisen ein kleines Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal. Die Marken Media Markt und Saturn steigerten ihre Online-Umsätze um rund 22 Prozent.

Weitere Kennzahlen und ein Ausblick auf das Gesamtjahr werden für die Hauptversammlung erwartet, die am 14. Februar 2018 im Congress Center Düsseldorf stattfindet.

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