
Nach jahrelangem Kampf und vielen Rückschlägen stand der German Esports Summit 2025 ganz im Zeichen der errungenen Gemeinnützigkeit.
Eine schönere vorweihnachtliche Bescherung hätte sich der Deutsche E-Sport-Bund (ESBD) zum German Esports Summit 2025 (GES) im Kölner Xperion kaum wünschen können: Denn tags zuvor hatte der Deutsche Bundestag das Steueränderungsgesetz 2025 verabschiedet – inklusive der ersehnten Gemeinnützigkeit für E-Sport-Vereine und -Ehrenamtliche, wovon viele der 140 Mitglieds-Verbände ab dem Jahreswechsel profitieren könnten.
„Könnten“ deshalb, weil die Messe noch nicht gelesen ist: Der Bundesrat muss das XXL-Paket am 19. Dezember erst noch absegnen. Bislang gibt es ungelösten Streit um die Finanzierung von Subventionen und Vergünstigungen.
German Esports Summit 2025: ESBD feiert das Ehrenamt
Dessen ungeachtet warf der ESBD am vergangenen Freitag zusammen mit 120 Gästen den Blick voraus: Im Panel „Was kommt nach der Gemeinnützigkeit?“ diskutierte Verbands-Präsident Christopher Flato mit Kölns frischgekürtem OB und einstigem DOSB-Boss Torsten Burmester (SPD) und Staatskanzlei-Chef Nathanael Liminski (CDU) über Chancen, Risiken und Nebenwirkungen der jüngsten politischen Weichenstellungen – auch mit Blick auf die Unwucht der Olympic Esports Games und die Premiere des Esports Nations Cup 2026 in Saudi-Arabien.
Liminski, der sich auf vielen Ebenen für die E-Sport-Gemeinnützigkeit stark gemacht hatte, freute sich über die Anerkennung des langjährigen Engagements vieler Aktiver: „Dieser politische Meilenstein ist auch ein Ergebnis beständiger und lösungsorientierter Überzeugungsarbeit aus Nordrhein-Westfalen. Nun ist die Grundlage geschaffen, den E-Sport in Deutschland auf allen Ebenen weiter zu stärken.“
NRW wolle ein verlässlicher Unterstützer bleiben, so Liminski – der bereits das nächste Ziel ausgab: „Wenn 2027 Olympische E-Sport-Spiele stattfinden, dann sollte auch eine deutsche Mannschaft am Start sein.“
Zuvor hatte sich Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) via Grußbotschaft an die Teilnehmer gewandt: „E-Sport ist mehr als nur ein Spiel oder Wettbewerb. Er ist Teil der digitalen Jugend- und Alltagskultur, verbindet Menschen weltweit und fördert Werte wie Teamgeist, Fairplay und ist zudem ein echter Innovationsmotor.“
Die Themen wurden im Rahmen weiterer Panels und Workshops vertieft, die sich etwa dem Datenschutz, der Nachwuchs-Förderung oder dem Glücksspiel-Markt widmeten.
ESBD-Präsident Christopher Flato: „Der German Esports Summit hat deutlich gemacht, dass der deutsche E-Sport selbst in anspruchsvollen Zeiten enger zusammenrückt. Die entstehenden Synergien stärken unsere Rolle im internationalen Wettbewerb. Mit der nun angestoßenen Gemeinnützigkeit setzt auch die Politik ein klares Signal: E-Sport ist gelebte digitale Kultur und ein verbindendes Element für Millionen Menschen.”
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