
Thüringen hat viel Wald, aber (zu) wenige Spiele-Entwickler: Das Team von Games & XR Mitteldeutschland legt konkrete Vorschläge vor.
Anders als in Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt steht in Thüringen bis auf Weiteres keine turnusmäßige Landtagswahl an, mit der (auch) Weichen für die Zukunft der regionalen Games-Industrie gestellt werden könnten.
Das hat den Entwickler-Zusammenschluss Games & XR Mitteldeutschland e. V. aber nicht davon abgehalten, eine Standort-Bestimmung vorzunehmen und konkrete Forderungen an die ‚Brombeer-Koalition‘ von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) aufzuschreiben.
Die Absender des Positionspapiers attestieren Thüringen großes Potenzial durch die zentrale geographische Lage und die hohe Hochschuldichte. Um die Bedingungen für die Entwicklung von Computerspielen und Virtual-/Augmented-/Mixed-Reality-Anwendungen zu verbessern, seien fünf Stellschrauben entscheidend:
- eine verlässliche, transparente, leicht zugängliche Förderung durch die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) samt Staatskanzlei und Aufbaubank
- die Stärkung von Games und XR an Hochschulen durch den Ausbau von Studiengängen und bessere finanzielle Ausstattung
- ein zentraler Ort in Form eines Transferzentrums, das als Schnittstelle zwischen Entwicklern und Wissenschaft dient
- der Aufbau eines Netzwerks, das Gründer und etablierte Unternehmen mit Workshops, Webinare und Coaching unterstützt
- eine Plattform, um die Thüringer Games- und XR-Branche sichtbarer zu machen – etwa durch eine eigene Dachmarke
Im nächsten Schritt regen der Vorstand um Friedrich Lüder und Nadja Frank einen Runden Tisch mit den relevanten politischen Akteuren an.
Im Games & XR Mitteldeutschland haben sich Spiele-Entwickler, Agenturen, Hochschulen und Veranstalter aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zusammengeschlossen, darunter die Messe Erfurt und die Messe Leipzig, Just2D Interactive (Drova: Forsaken Kin), Bippinbits (Dome Keeper), FAKT Software, die HTWK Leipzig, Rat King Entertainment und Nerdic.











