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Pantaloon: Wilding investiert in Indie-Games-Label

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Games-Experte Markus Wilding investiert in das britische Indie-Games-Label Pantaloon.
Games-Experte Markus Wilding investiert in das britische Indie-Games-Label Pantaloon.

Das britische Label Pantaloon hat entlang einer Finanzierungsrunde Kapital eingesammelt. Einer der Investoren: Branchen-Veteran Markus Wilding.

„Bold & bizarre games“ sind das Geschäftsmodell von Pantaloon: Der englische Indie-Publisher, der aus einem Empfehlungs-Newsletter mit fast 40.000 Abonnenten hervorgegangen ist, will expandieren und sowohl Team als auch Sortiment aufbauen. Zu den drei bereits bestehenden Titeln (Sub-Verge, Occlude, It Takes A War) sollen 2026 drei weitere hinzukommen.

Pantaloon-Gründer Jamin Smith hat prominente Namen von seiner Vision überzeugen können: Zu den Investoren einer Finanzierungsrunde im Volumen von 150.000 Pfund (ca. 173.000 €) gehören unter anderem Fernando Rizo und Alastair Hebson (Caboodle Games), Benjamin Lavery (TrailerFarm), Steven Yau (King, Playfish) und Markus Wilding, der viele Jahre für das Take-Two-Sparte 2K gearbeitet und zuletzt das Indie-Label Private Division aufgebaut hat. Mit seiner Agentur Beyond the Wall Consulting berät er kleine, große und sehr große Kunden der Games-Industrie.

Jamin Smith: „Unsere neuen Anteilseigner teilen unsere Mission, das Indie-Publishing in eine andere Richtung zu entwickeln, Wenn man sich die Indie-Landschaft anschaut, überrascht es nicht, dass Investoren bei Publishern vorsichtig sind. Der Markt ist überfüllt, und das Geschäftsmodell ist von Natur aus risikobehaftet. Setzt man auf die falschen Pferde, ist man schnell raus.“

Er wolle das Thema Risiko in den Mittelpunkt rücken – in einer Branche, die zunehmend das Risiko scheut: „Wir suchen gezielt nach mutigeren Projekten und nach Entwicklern, die größere kreative Wagnisse eingehen. Gleichzeitig setzen wir parallel auf Risikominimierung durch Innovation: Wir entwickeln eine Technologieplattform als Fundament unserer Publishing-Aktivitäten, bei der Kuration und Auffindbarkeit im Mittelpunkt unseres Angebots stehen.“

Mit der „Technologie-Plattform“ ist LootLocker gemeint: Die All-in-one-Lösung richtet sich insbesondere an Studios und Publisher, die ihre Spiele direkt ab Werk vermarkten wollen. Oder wie es LootLocker-CEO Alexander Bergendahl formuliert: „Cutting the noise“. (pf)

 

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