Start Wirtschaft Ubisoft-Aktie fällt unter die Marke von 6 € (Update)

Ubisoft-Aktie fällt unter die Marke von 6 € (Update)

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Ubisoft-CEO Yves Guillemot bei der 30-Jahres-Feier von Ubisoft Mainz im Mai 2025 (Foto: GamesWirtschaft)
Ubisoft-CEO Yves Guillemot bei der 30-Jahres-Feier von Ubisoft Mainz im Mai 2025 (Foto: GamesWirtschaft)

Die Investoren verlieren das Vertrauen in Ubisoft: Ungeachtet von Neuheiten, Zukäufen und Umstrukturierungen fällt der Börsenwert immer weiter.

Update vom 19. Dezember 2025 (10 Uhr): Zum Handelsstart am Freitagvormittag setzt die Ubisoft-Aktie ihre leichte Erholung fort, die sich am Donnerstag abgezeichnet hat. Das Papier notiert aktuell wieder im Korridor zwischen 6 und 6,50 €. Weiterhin gibt es keine Indizien für die Gründe der Kursausschläge.


Meldung vom 18. Dezember 2025: Die Aktie des französischen Spieleherstellers Ubisoft ist am gestrigen Handelstag unter die Marke von 6 € abgerutscht – und damit auf den niedrigsten Stand seit 2012. Noch 2018 kratzte das Papier an der 100-€-Marke. Allein seit Jahresbeginn hat sich der Wert glatt halbiert.

Die Marktkapitalisierung von Europas größtem Publisher liegt nun unter 800 Mio. €. Zum Vergleich Das polnische Studio CD Projekt wird aktuell mit rund 6 Mrd. € bewertet – US-Mitbewerber wie Electronic Arts und Take-Two notieren nahe der Allzeit-Hochs.

Ein konkreter Auslöser für die jüngsten Rückgänge ist nicht zu erkennen, zumal die jüngsten Halbjahreszahlen solide ausfielen. Zwar hat Ubisoft auf Ankündigungen im Rahmen der The Game Awards 2025 verzichtet – gleichwohl vergeht derzeit kaum ein Tag ohne Neuigkeiten. Erst am Dienstag hat Ubisoft den Einstieg in das MOBA-Segment bekannt gegeben: Der Konzern übernimmt das Amazon-Projekt March of Giants mitsamt der Entwickler.

Ubisoft-Aktie fällt unter die Marke von 6 €

Eine ganz zentrale Rolle für die künftige Entwicklung von Ubisoft spielen die sogenannten ‚Creative Houses‘: Entlang der laufenden Umstrukturierung werden alle Studios, Marken und Belegschaften einem ‚Kreativhaus‘ zugewiesen (Hintergrund).

Seit Oktober ist das erste dieser Konstrukte in Betrieb, nämlich Vantage Studios. Dort sind die drei Blockbuster-Franchises Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six Siege gebündelt. In das Joint Venture hat sich der chinesische Großaktionär Tencent mit einer 1,16-Milliarden-Euro-Beteiligung eingebracht: Auf dem Papier ist alleine diese Sparte fast 4 Milliarden Euro wert. Ein Teil der Zuwendungen wurde zur Tilgung der gewaltigen Schulden eingesetzt.

Ubisoft will bis Jahresende die Neuordnung vollziehen. Das Management um CEO Yves Guillemot verspricht sich von den Creative Houses einen stärkeren Fokus auf die zugeordneten Genres, Marken und Geschäftsmodelle. Die konkreten Auswirkungen – auch mit Blick auf die deutschen Niederlassungen in Düsseldorf, Mainz und Berlin – sind zur Stunde nicht absehbar. (pf)