Start Wirtschaft Microsoft nennt weiterhin keine Xbox Series X Verkaufszahlen

Microsoft nennt weiterhin keine Xbox Series X Verkaufszahlen

Der neue Xbox Series X-Controller im Detail (Foto: GamesWirtschaft)
Der neue Xbox Series X-Controller im Detail (Foto: GamesWirtschaft)

Der US-Konzern macht weiterhin ein Staatsgeheimnis daraus, wie viele Exemplare von Xbox Series X und Xbox Series S seit November 2020 verkauft wurden.

Anders als die Mitbewerber Nintendo und Sony bleibt Microsoft bei der Linie, keine Konsolen-Verkaufszahlen zu kommunizieren. Selbst zu den Nutzerzahlen des Flatrate-Angebots Xbox Game Pass verweigert der US-Konzern im Rahmen des aktuellen Quartalsberichts die Aussage – zuletzt wurden 18 Millionen Abonnenten gemeldet.

Dabei läuft es gerade für die Xbox- und Games-Sparte offenkundig erfreulich: Der Gaming-Umsatz ist um 1,2 Milliarden Dollar gestiegen, ein Plus von 50 Prozent. Bei der Hardware sind es sogar 232 Prozent, die durch die hohe Nachfrage nach der im November 2020 gestarteten Xbox Series X / S erklärbar sind. Ebenso wie Sony hat auch Microsoft große Schwierigkeiten, hinreichend Konsolen zu beschaffen: Kaum gelangt ein Kontingent auf den Markt, ist es binnen kürzester Zeit ausverkauft. Wesentlich entspannter ist hingegen die Lage bei der 299-Euro-Einsteiger-Konsole Xbox Series S, die gut verfügbar ist.

Von der gestiegenen Hardware-Basis profitiert auch die Software-Nachfrage: Der Bereich „Xbox Content and Services“ legt um 34 Prozent zu, angetrieben durch Spiele von Dritt-Herstellern wie Activision, Ubisoft und Electronic Arts sowie Xbox Game Pass-Abos und hauseigene Titel.

Trotz es milliardenschweren Zukaufs von Zenimax/Bethesda (Fallout, The Elder Scrolls, Doom) bleibt das dünne Angebot an Exklusivtiteln die anfälligste Achillesferse im Games-Geschäft von Microsoft: Der Blockbuster Halo: Infinite erscheint voraussichtlich erst ein Jahr nach geplanter Fertigstellung. Derweil feuert PlayStation-5-Hersteller Sony Interactive aus allen Rohren: Nach Spider-Man: Miles Morales und Demon’s Souls folgt am Freitag mit Returnal der nächste PS5-Exklusiv-Titel.

Stattdessen baut Microsoft das Games-Sortiment im Xbox Game Pass Ultimate weiter aus: Analog zu Netflix und Spotify hat der Abonnent Zugriff auf eine riesige, stetig wachsende Spiele-Bibliothek. Neuheiten der Microsoft-Studios sind bereits ab Veröffentlichung inklusive.

Im abgelaufenen Quartal hat Microsoft einen Umsatz von fast 42 Milliarden Dollar (ca. 35 Milliarden Euro) erwirtschaftet – ein Plus von 19 Prozent. Insbesondere Cloud-Services und PC-Software bleiben im Lichte der Pandemie und zunehmender Home-Office-Aktivitäten stark nachgefragt.