Start Wirtschaft Baden-Württemberg baut Games-Zentrum in Heidelberg (Update)

Baden-Württemberg baut Games-Zentrum in Heidelberg (Update)

In der Universitätsstadt entsteht der GamesHub Heidelberg mit Schwerpunkt Serious Games (Foto: GamesWirtschaft)
In der Universitätsstadt entsteht der GamesHub Heidelberg mit Schwerpunkt Serious Games (Foto: GamesWirtschaft)

Das Land Baden-Württemberg investiert in die Entwicklung von Serious Games und baut dazu ein Kompetenzzentrum in Heidelberg auf.

Update vom 12. April 2021: Die MFG Medien- und Filmgesellschaft des Landes Baden-Württemberg fahndet nach bis zu fünf Gründern, Games-Entwicklern oder Gründer-Teams, die ihre Projekte ab dem 1. Juli im neuen Workspace in Heidelberg umsetzen möchten.

Die ausgewählten Teilnehmer des Programms erwartet ein voll ausgestatteter Arbeitsplatz samt einem branchenspezifischen Coaching- und Schulungs-Programm. Bewerbungen sind bis einschließlich 31. Mai 2021 möglich – alle Informationen finden Sie auf der offiziellen Website. Ansprechpartnerin ist Projektmanagerin Iris Harr.

Meldung vom 17. März 2021: Die für die Games-Förderung zuständige Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) wird zusammen mit der Stadt Heidelberg einen GamesHub in der 160.000-Einwohner-Stadt am Neckar gründen. Dort sollen Gründer-Teams die Gelegenheit erhalten, Spiele und Anwendungen mit dem Schwerpunkt Gesundheit zu entwickeln, etwa im Bereich der Schulung, Rehabilitation und Weiterbildung.

Profitieren soll die neue Einrichtung von den Hochschulen, Instituten und Unternehmen der Biotechnologie und Medizintechnik. Der Raum Heidelberg gilt bundesweit als einer der führenden Standorte in diesem Segment.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg fördert den Games Hub Heidelberg aus Mitteln des Medienimpulsprogramms des Landes (MIP) mit 110.000 Euro. Das Projekt soll noch im März mit der Ausschreibung eines Projektkoordinators starten. Eine Fachjury wird dann voraussichtlich ab Sommer 2021 bis zu fünf Games-Studios auswählen, die dann voll ausgestattete Arbeitsplätze und individuelle Betreuung vorfinden.

„Die Universitätsstadt Heidelberg und die Metropolregion Rhein-Neckar sind als starker Standort der Bio- und Medizintechnologie sowie der Gesundheitsbranche bekannt“, diagnostiziert Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Bündnis 90/Die Grünen). „Mit dem neu geschaffenen GamesHub möchten wir die Games-Branche und ihre kreative Arbeitsweise mit dem Motor unserer Region zusammenbringen und innovative Neugründungen und Ansiedlungen von Games-Unternehmen fördern.“ Der GamesHub böte zudem einen Anreiz, die baden-württembergischen Hochschul-Absolventen im Landen Land zu halten und beim Gründen zu unterstützen.“

Als „tolle Nachricht“ bezeichnet Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) den Aufbau des GamesHub: „Das Vorhaben trifft hier auf fruchtbaren Boden: Heidelberg bietet als Zentrum internationaler Spitzenforschung, bedeutender Gesundheitsstandort und Bildungsstadt ideale Bedingungen. Hinzu kommt die Kultur- und Kreativwirtschaft mit ihrer hohen Gründungsdynamik sowie mit dem Heidelberg Innovation Park ein Ideenquatier für die digitale Zukunft. Ich bin sicher, dass ein GamesHub in Heidelberg von den vielfältigen Synergien in unserer Stadt profitieren wird.“

„Die Games-Branche zeigt sich nicht erst seit dem Fortschreiten der Digitalisierung als Vorreiter in Sachen digitaler und innovativer Techniken, Arbeitsweisen und motivierender Mechaniken“ erklärt MFG-Baden-Württemberg-Geschäftsführer Carl Bergengruen. „Der neue GamesHub bietet eine sehr gute Möglichkeit, das besondere Knowhow der Kreativ- und Gamesbranche in Innovationsprozesse anderer Branchen wie der Medizintechnik einzubringen. Für die Gamesentwicklerinnen und -entwickler aus dem Südwesten bieten sich über den in Deutschland einzigartigen GamesHub in Heidelberg neue vielversprechende Anwendungsfelder, die dazu beitragen können, dass die Gamesbranche landesweit weiter an Bedeutung gewinnt. Der Standort Baden-Württemberg wird für die Gamesbranche damit noch attraktiver.“