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Virtual Bundesliga wird offizieller DFL-Wettbewerb

Die Virtual Bundesliga findet Eingang in die Statuten der DFL (Abbildung: Deutsche Fußball Liga)
Die Virtual Bundesliga findet Eingang in die Statuten der DFL (Abbildung: Deutsche Fußball Liga)

Die Virtual Bundesliga (VBL) soll als zusätzlicher Wettbewerb in den Statuten der Deutschen Fußball Liga (DFL) verankert werden.

Die Klubs der 1. und 2. Fußball-Bundesliga haben auf ihrer heutigen Mitgliederversammlung beschlossen, dass die Virtual Bundesliga auf Basis des Electronic-Arts-Spiels FIFA als offizieller Wettbewerb in den Statuten des Verbands aufgenommen wird. Das Ziel: die Professionalisierung und Etablierung des E-Sport-Formats, das bei der DFL unter „eFootball“ firmiert (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Konami-Spiel).

Bislang veranstaltet die DFL alle Spiele der Bundesliga sowie der 2. Bundesliga plus die Relegationsspiele, den Supercup und Freundschaftsspiele. Für den DFB-Pokal ist der Deutsche Fußballbund zuständig.

Die Virtual Bundesliga krönt alljährlich den Deutschen Meister in der Disziplinen FIFA (‚Club Championship‘) und wird von der DFL seit 2012 in Kooperation mit Electronic Arts und neuerdings mit dem Kölner E-Sport-Veranstalter ESL veranstaltet. An den Turnieren beteiligen sich 26 Profiklubs, aufgeteilt in zwei Divisionen. Die Süd-Ost-Division wird derzeit angeführt vom FC Ingolstadt, der Spielvereinigung Greuther Fürth und RB Leipzig – in der Nord-West-Division stehen Hannover 96, der Hamburger SV und Werder Bremen nach dem ersten Saison-Drittel an der Spitze.

Nicht involviert sind seit jeher Borussia Dortmund, SC Freiburg und der FC Bayern München – im Falle des Rekordmeisters (auch) aus lizenzrechtlichen Gründen, denn EA-Sports-Mitbewerber Konami zählt seit 2019 zu den wichtigsten Sponsoren. Dem Vernehmen nach läuft der Vertrag im kommenden Jahr aus – der Weg wäre also theoretisch frei für eine Teilnahme des FC Bayern München an der Virtual Bundesliga.

Durch die Verankerung der Virtual Bundesliga in den DFL-Statuten erfährt der E-Sport-Wettbewerb zwangsläufig eine erhebliche Aufwertung. Offen ist, welche konkreten Folgen und Verpflichtungen sich daraus für die Bundesligisten ableiten: Zuletzt hatten sich unter anderem der VfB Stuttgart, der FC Düsseldorf und Arminia Bielefeld aus dem E-Sport-Geschäft verabschiedet – vornehmlich deshalb, weil sich die wirtschaftlichen Erwartungen nicht erfüllt haben.